Deutsche Bahn macht Praktikantenwitz: Sofort gibt es einen Shitstorm!

Berlin - Autsch! Die Deutsche Bahn griff auf Twitter gehörig daneben. Ein Praktikantenwitz sollte einen Shitstorm eigentlich beenden. Doch das Gegenteil war der Fall.

Die Deutsche Bahn steht wegen eines missglückten Tweets in der Kritik.
Die Deutsche Bahn steht wegen eines missglückten Tweets in der Kritik.  © Silas Stein/dpa

Angefangen hatte das Twitter-Desaster der Deutschen Bahn durch einen Tweet des Satirikers Cornelius Oettle. Dessen Anliegen war durchaus ernst.

Er hatte seine Bahncard 50 auf eine Bahncard 25 reduziert. Dennoch bekam er für denselben Zeitraum beide Karten zugeschickt und sollte diese auch bezahlen. Mit spöttelnden Worten regte er sich darüber auf: Die Deutsche Bahn sei "so seriös wie ein Jamba-Sparabo."

Kurze Zeit später reagierte der Twitter-Account der Deutschen Bahn auf den Titanic-Autor. Das Unternehmen fragte den Mann, ob er denn schon den BahnCard-Service kontaktiert hatte. Der antwortete, dass das alles längst erledigt worden sei und stellte zugleich eine Frage an die Bahn.

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Er wollte wissen, weshalb man seine Bahncard jederzeit einfach upgraden kann, doch für ein Downgrade extra eine umständliche Kündigung notwendig sei.

Die Antwort der Deutschen Bahn fiel knapp aus. "Unternehmerische Entscheidung" hieß es lediglich. Startschuss für Shitstorm Nummer eins!

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An dieser Stelle hätte alles beendet werden können. Doch die Deutsche Bahn reagierte gänzlich unglücklich auf den Shitstorm. Sie zitierte die Worte und fragte, weshalb der Shitstorm immer dann kommt, wenn nur der Praktikant da ist. Autsch!

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Dass der Konzern sein eigenes Unternehmen ins Lächerliche zieht, kam gar nicht gut an. Auch, dass der Praktikant alle Schuld abbekam, sorgte für Ausraster. Ein Geschäftsführer aus Hamburg bot dem Praktikanten kurzerhand an, in sein Unternehmen zu wechseln.

Die Deutsche Bahn sah kurz danach ein, dass ihre Antwort völlig falsch gewählt war. Sie entschuldigte sich auf Twitter. Vor allem auch bei allen Praktikanten.

Titelfoto: Silas Stein/dpa & Twitter/DB_Presse

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