Fahrplanwechsel in Hessen: Neue ICE-Generation, schnellere Verbindungen, Nachtzüge

Frankfurt am Main - Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember fahren auf der ICE-Schnellstrecke zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und Köln erstmals Züge der neuesten ICE-Generation.

Ein ICE 3 neo: Erstmals werden die Züge der neuesten ICE-Generation mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und Köln eingesetzt.
Ein ICE 3 neo: Erstmals werden die Züge der neuesten ICE-Generation mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und Köln eingesetzt.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Die Züge vom Typ ICE 3 neo werden mehrmals täglich zwischen Köln und Frankfurt sowie auf den Verbindungen Köln-Wiesbaden-Mainz und Dortmund/Köln-Stuttgart-München unterwegs sein, wie die Deutsche Bahn am Montag mitteilte.

Die neueste ICE-Variante kann bis zu 300 km/h schnell fahren und hat mehr Türen. Sie bietet nach Angaben der Bahn unter anderem mehr Platz für Familien, mehr Platz für das Reisegepäck sowie Tablethalter und Kleiderhaken an jedem Sitz.

Um eine Viertelstunde verkürzen wird sich die Reisezeit für Bahnfahrer von Frankfurt nach Ulm, Augsburg oder München. Möglich wird das vor allem durch die fertiggestellte Neubaustrecke Wendlingen-Ulm, die neben Stuttgart 21 Teil des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm ist.

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Derzeit braucht ein ICE laut aktuellem Fahrplan etwa 2 Stunden und 20 Minuten von Frankfurt nach Ulm.

Der Fernverkehrsvorstand der Deutschen Bahn, Michael Peterson, kündigte unter anderem an, künftig zweimal pro Stunde eine direkte Verbindung zwischen Köln und München anzubieten.

Ein Blick ins Innere der 1. Klasse eines ICE 3 neo.
Ein Blick ins Innere der 1. Klasse eines ICE 3 neo.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Neue Nachtzugverbindung von Frankfurt über Dresden nach Prag

Eine neue Nachtzugverbindung soll die Fahrgäste von Frankfurt über Dresden bis nach Prag bringen. (Symbolbild)
Eine neue Nachtzugverbindung soll die Fahrgäste von Frankfurt über Dresden bis nach Prag bringen. (Symbolbild)  © dpa/Andreas Arnold

Auch zum Frankfurter Flughafen soll es dann mehr Verbindungen geben, vor allem aus nördlich gelegenen Städten. "So wird die ICE-Linie Basel−Köln–Dortmund bis nach Hamburg verlängert, womit die Achse zwischen der Dom- und der Hansestadt qualitativ weiter aufgewertet wird", teilte die Bahn mit.

Auch zwischen Köln-Deutz und Frankfurt-Flughafen sollen auf der Verbindung München–Nürnberg–Frankfurt–Köln Messe/Deutz–Essen mehrere Züge um bis zu 15 Minuten schneller unterwegs sein, da sie nicht mehr so oft in Limburg, Montabaur oder Siegburg/Bonn halten. Dafür werden die Städte in anderen ICE-Verbindungen berücksichtigt.

Neu ist unter anderem auch eine Nachtzugverbindung von Frankfurt (ab 0.52 Uhr) über Dresden nach Prag (Ankunft 9.35 Uhr).

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Zwischen dem 26. Mai und dem 10. September 2023 bietet die Deutsche Bahn außerdem freitags (Abfahrt Frankfurt um 15.20 Uhr) und samstags (Abfahrt Frankfurt um 13.20 Uhr) eine ICE-Direktverbindung von Hamburg über Kassel, Marburg, Frankfurt und Darmstadt nach Konstanz am Bodensee an.

In der Gegenrichtung fahren die Züge in Konstanz samstags (11.48 Uhr) und sonntags (13.48 Uhr) ab.

Bahnreisen im Fernverkehr werden um fast fünf Prozent teurer

Bahnreisen im Fernverkehr werden ab Mitte Dezember um durchschnittlich fast fünf Prozent teurer. Auch die Preise für die Bahncards 25, 50 und 100 steigen.

Zum 11. Dezember wechseln auch die Fahrpläne für den regionalen Schienenverkehr. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) kündigte an, vor dem Datum über die wichtigsten Änderungen zu informieren. Ein konkreter Termin dafür steht aber noch nicht fest.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst

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