Hunderttausende Verstöße gegen die Maskenpflicht an Bahnhöfen und in Zügen

Berlin - Gegen die Maskenpflicht in Zügen und auf Bahnhöfen gab es im vergangenen Jahr Zehntausende Verstöße.

Sicherheitsmitarbeiter der Deutsche Bahn kontrollieren zusammen mit Polizisten der Bundespolizei die Einhaltung der Maskenpflicht am Münchner Hauptbahnhof.
Sicherheitsmitarbeiter der Deutsche Bahn kontrollieren zusammen mit Polizisten der Bundespolizei die Einhaltung der Maskenpflicht am Münchner Hauptbahnhof.  © dpa/Sven Hoppe

Von Mitte September bis zum Jahresende registrierte die Bundespolizei in ganz Deutschland gut 236.000 Fälle, wie eine Anfrage der FDP im Bundestag ergab.

Unterdessen kam es 2020 zu weniger Straftaten in Bahnhöfen und Zügen, wie aus der Antwort des Bundesinnenministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darüber hatte zuvor die "Augsburger Allgemeine" (Freitagsausgabe) berichtet.

Das Ministerium betont: "Nach Auffassung der Bundesregierung sind die Bahnhöfe und Züge in Deutschland sicher."

Gleichwohl wurden wieder tausende Straftaten registriert, darunter 12.700 Gewaltdelikte wie Körperverletzung und Raub sowie 22.835 Eigentumsdelikte wie Taschendiebstahl. Das entsprach Rückgängen von etwa 12 beziehungsweise 20 Prozent.

Abgesehen vom Fahren ohne Fahrschein wurden insgesamt rund 158.000 Straftaten auf Bahnhöfen und in Zügen festgestellt, rund 14 Prozent weniger als im Vorjahr.

Mehr Sachbeschädigungen und Gewalt an Bahnhöfen festgestellt

Große Tafeln weisen an einem Bahnhof auf die Maskenpflicht hin.
Große Tafeln weisen an einem Bahnhof auf die Maskenpflicht hin.  © dpa/Oliver Berg

Zugenommen hat jedoch die registrierte Zahl von Sachbeschädigungen wie etwa Graffiti, die 27.783 erreichte - ein Plus von gut 9 Prozent. Außerdem wurden aus den Zügen mehr Gewaltdelikte gemeldet: 3573 Fälle entsprachen einem Zuwachs um 3 Prozent und die höchste Zahl seit Jahren. Zu den Gründen machte das Ministerium keine Angaben.

Eine Rolle könnte spielen, dass weniger Menschen in Zügen saßen und auf Bahnhöfen unterwegs waren. Gleichzeitig waren aber mehr Sicherheitskräfte im Einsatz, was auch zu vermehrten Anzeigen geführt haben könnte.

Titelfoto: Montage: dpa/Oliver Berg, dpa/Sven Hoppe

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