Lokführer-Streik geht weiter: Tagelang Zugausfälle, auch in NRW!

Düsseldorf - Bahnreisende müssen sich von Donnerstag an auch in Nordrhein-Westfalen auf Zugausfälle und Beeinträchtigungen einstellen.

Reisende der Deutschen Bahn müssen sich ab Donnerstagmorgen erneu auf Zugausfälle einstellen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer streikt erneut.
Reisende der Deutschen Bahn müssen sich ab Donnerstagmorgen erneu auf Zugausfälle einstellen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer streikt erneut.  © Julian Stratenschulte/dpa

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat bundesweit zu einem fünftägigen Streik im Personenverkehr aufgerufen, der am Donnerstagmorgen um 2 Uhr beginnen soll.

"Wir hoffen, dass wir ein verlässliches Grundangebot aufrechterhalten können", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn (DB) in Düsseldorf. Wie bei den beiden vorherigen Streikaktionen gebe es einen Ersatzfahrplan.

Nach Angaben der DB werden im Fernverkehr etwa drei Viertel der Züge ausfallen. Im Regional- und S-Bahnverkehr in NRW werden voraussichtlich nur drei Linien planmäßig verkehren, wie aus einer Aufstellung der Bahn vom Mittwoch hervorging:

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Der RE17 (Hagen-Warburg), die RB52 (Dortmund-Hagen) und die S5 (Dortmund-Hagen).

Alle anderen Linien fallen aus oder verkehren nur eingeschränkt. Auf einigen Strecken will die Bahn Busse einsetzen. Züge anderer Unternehmen sind von dem Streik nicht betroffen.

Reisende und Pendler sollten sich vorher auf der DB-Homepage über Zugausfälle informieren, sagte die Bahn-Sprecherin. Wer könne, solle seine Reise verschieben. Bereits gekaufte Fahrkarten könnten flexibel genutzt oder erstattet werden.

GDL-Mitglieder kämpfen für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen

Der Streik ist bis Dienstag, 2 Uhr, angekündigt. Bereits ab Mittwochabend wollte die GDL den Güterverkehr bestreiken.

In den vergangenen Wochen hatte es bereits zweimal Streiks gegeben, die ebenfalls massive Einschränkungen für Bahn-Kunden mit sich brachten. Die GDL-Mitglieder kämpfen nach Gewerkschaftsangaben für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen.

Unter anderem verlangen sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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