Mysteriöse Knallgeräusche: Fernverkehrs-Züge während der Fahrt beschädigt

Köln/Hürth – Zwei Eingriffe in den Bahnverkehr mit Beschädigungen an zwei Fernverkehrs-Zügen der Deutschen Bahn beschäftigen die Bundespolizei.

Polizisten untersuchten den IC der Deutschen Bahn noch in der Nacht.
Polizisten untersuchten den IC der Deutschen Bahn noch in der Nacht.  © Alexander Franz

Auf der Bahnstrecke Köln Eifeltor - Hürth-Kalscheuren sei es in den vergangenen Tagen zweimal zu "äußeren Einwirkungen auf vorbeifahrende Züge" gekommen, berichtete die Bundespolizei am Donnerstag. In beiden Fällen gab es keine Verletzten.

Nach jetzigem Stand der Ermittlungen schließen Beamte des kriminaltechnischen Dienstes der Bundespolizei Schüsse auf die Züge aus.

Wodurch die Beschädigungen verursacht wurden, ist noch Gegenstand der Ermittlungen in alle Richtungen. "Wir tappen noch im Dunkeln", sagte eine Polizeisprecherin der dpa am Donnerstag.

Am Mittwochabend habe das Zugpersonal des IC 2202 bei einer Geschwindigkeit von rund 160 km/h ungewöhnliche und laute Knallgeräusche gehört.

Beim planmäßigen Halt am Bahnhof Brühl machte der 50 Jahre alte Triebfahrzeugführer Beschädigungen an der Außenhülle des Zugs aus und alarmierte die Bundespolizei.

Diese stellte insgesamt 30 kleinere Schäden am Lack, Schleifspuren an Fenstern und Beschädigungen durch Splitter auf einer Gesamtlänge von 120 Metern an mehreren Waggons und dem Triebwagen auf der rechten Seite fest.

Hubschrauber und Spürhunde im Einsatz: Zwischenfälle führten zu Bahn-Chaos

Die Polizei ermittelt nach dem Ursprung der Zugschäden, tappt bislang aber im Dunkeln. (Symbolbild)
Die Polizei ermittelt nach dem Ursprung der Zugschäden, tappt bislang aber im Dunkeln. (Symbolbild)  © Christoph Schmidt/dpa

Die betroffene Bahnstrecke musste vorübergehend gesperrt werden und wurde mit Polizeihubschrauber, Diensthunden sowie Kräften der Landes- und Bundespolizei auf einer Länge von rund 15 Kilometern weiträumig abgesucht.

Züge mussten umgeleitet werden. Bis zur endgültigen Freigabe der Strecke gegen 23 Uhr gab es Ausfälle und erhebliche Verzögerungen im Bahnverkehr.

Bereits am vergangenen Sonntagmittag habe es einen vergleichbaren Vorfall auf nahezu demselben Streckenabschnitt gegeben. Hier nahm der Zugführer des ICE 1915 bei 80 km/h Einschläge und ein Knallgeräusch wahr, ebenfalls auf der rechten Fahrseite.

Drei Fensterscheiben wurden beschädigt, kleinere Lackschäden wurden festgestellt. Auch hier sei die Ursache noch völlig unklar, hieß es.

Titelfoto: Alexander Franz

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