Nach Güterzug-Unfall: Bauarbeiten bei Leiferde gehen weiter

Leiferde/Braunschweig - Die Sperrung einer wichtigen Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin hat den Zugverkehr gehörig aus dem Takt gebracht - die Bahn versucht, die Reparaturarbeiten so schnell wie möglich zu Ende zu bringen.

Gleisbauarbeiter arbeiten mit Hochdruck an der Reparatur der Bahnstrecke bei Leiferde (Landkreis Gifhorn).
Gleisbauarbeiter arbeiten mit Hochdruck an der Reparatur der Bahnstrecke bei Leiferde (Landkreis Gifhorn).  © Philipp Schulze/dpa

Nach dem Unfall mit zwei Güterzügen auf einer wichtigen Bahnstrecke bei Leiferde will die Deutsche Bahn AG mit Nachdruck die Strecke wieder funktionsfähig bekommen.

Nach wie vor sei das Ziel, die Strecke zum kommenden Sonntag wieder freizugeben, sagte ein Sprecher der Bahn AG in Hamburg. Mit den Gleisbauarbeiten sei bereits begonnen worden. Bereits ab dem 11. Dezember - und damit fünf Tage früher als geplant - sollen die Züge nach derzeitiger Planung wieder fahren.

Unterdessen teilte die Privatbahngesellschaft Enno in Uelzen mit, dass wegen des Unfalls bei Leiferde auch die Strecke zwischen Wolfsburg und Braunschweig länger gesperrt bleiben muss als zunächst geplant.

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Statt wie geplant am 11. Dezember werde die Strecke zwischen Braunschweig und Wolfsburg erst am 16. Dezember wieder freigegeben, hieß es. Grund seien Verzögerungen im Bauablauf, da Fachkräfte von der "Weddeler Schleife" für Reparaturarbeiten an dem vom Zugunglück bei Leiferde betroffenen Streckenabschnitt abgezogen werden mussten.

Arbeiten sorgen für Einschränkungen bei Regional-Expressen

Dies habe Auswirkungen auf die von Enno betriebenen Linien RE30 und RE50. Auch bei der Linie RE 30 Hannover-Gifhorn-Wolfsburg gibt es in den nächsten Tagen Einschränkungen. Kundinnen und Kunden sollten sich über die elektronische Fahrplanauskunft im Internet oder über eine App über den aktuellen Stand informieren.

Am 17. November war ein Zug, der aus 25 propangasgefüllten Kesselwaggons bestand, im Landkreis Gifhorn auf einen anderen Zug aufgefahren, der an einem Signal hielt. Vier Waggons kippten um, ein Lokführer wurde leicht verletzt.

Einsatzkräfte der Feuerwehr brauchten Tage, um das Gas aus den Waggons abzupumpen und mit einer speziellen Vorrichtung abzufackeln.

Titelfoto: Philipp Schulze/dpa

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