Rolltreppen-Chaos in Berlin: Erste Anlagen sollen am Samstag wieder laufen
Von Matthias Arnold
Berlin - Nach dem Ausfall Dutzender Rolltreppen im Berliner Hauptbahnhof und im Bahnhof Südkreuz sollen am Samstag die ersten Anlagen wieder in Betrieb gehen.
Wie viele genau hänge vom Fortschritt der Prüfungen und der Arbeiten an den Rolltreppen ab, teilte die Bahn mit. "Ziel ist es, sämtliche Rolltreppen so schnell wie möglich wieder in Gang zu setzen." Die ersten Rolltreppen sollen demnach im Hauptbahnhof wieder anrollen.
Dort sind seit Mittwoch 42 der insgesamt 54 Anlagen außer Betrieb, am Südkreuz weitere zehn. Auch an anderen Bahnhöfen in Deutschland kam es zu Stillständen.
Betroffen seien bundesweit insgesamt 130 Rolltreppen, unter anderem am Bahnhof Flughafen Köln/Bonn, in Frankfurt, Dresden, Essen, Hamburg und Düsseldorf.
Grund dafür seien Probleme bei einem bestimmten Typ. Zwei Rolltreppen dieses Typs seien zuletzt mitten im Betrieb abrupt stehengeblieben, hieß es. Die Anlagen müssten nun umfassend überprüft und repariert werden.
Besonders betroffen sind Menschen mit eingeschränkter Mobilität
Im Berliner Hauptbahnhof funktionieren derzeit daher lediglich die Rolltreppen zwischen der dritten und vierten Ebene, die zu den S- und Fernbahngleisen ganz oben im Bahnhof führen. Alle anderen Anlagen sind außer Betrieb. Die Bahn setzt eigenen Angaben zufolge Mitarbeiter ein, die für Auskünfte bereitstehen sollen.
Insbesondere am Hauptbahnhof, wo Ankunft, Bahnverkehr und Einzelhandel auf vier Ebenen angelegt sind, sind die Einschränkungen vor allem für mobilitätseingeschränkte Menschen erheblich. Aufzüge gibt es zwar, doch sie brauchen aufgrund der verschiedenen Ebenen oft mehrere Minuten, um überhaupt am Startpunkt anzukommen.
Zudem sind wegen des zu erwartenden höheren Andrangs längere Wartezeiten zu befürchten. Die Bahn ruft dazu auf, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen stets vorzulassen.
Der Berliner Hauptbahnhof gehört mit rund 330.000 Reisenden und Besuchern pro Tag zu den am stärksten frequentierten Bahnhöfen Deutschlands.
Titelfoto: Markus Lenhardt/dpa

