So will sich die Deutsche Bahn in Zukunft vor Sabotage schützen

Berlin - Nach dem Sabotageangriff auf das Funknetz der Deutschen Bahn vor rund einer Woche will der Konzern sich unter anderem mit zusätzlichen Netzkapazitäten gegen Systemausfälle wappnen.

Am vergangenen Wochenende kam der Bahnverkehr in Norddeutschland und teilweise auch in anderen Regionen für mehrere Stunden zum Erliegen. (Symbolbild)
Am vergangenen Wochenende kam der Bahnverkehr in Norddeutschland und teilweise auch in anderen Regionen für mehrere Stunden zum Erliegen. (Symbolbild)  © Andreas Arnold/dpa

Darüber habe der Konzern am Freitag den Aufsichtsrat auf einer Sondersitzung informiert, hieß es aus Kreisen des Kontrollgremiums.

Ziel sei es demnach, weitere sogenannte Redundanzen im Netz aufzubauen, entweder durch die Nutzung freier Kapazitäten oder auch durch das Verlegen neuer Kabel.

Zusätzlich plane die Bahn mehr Sicherheitskontrollen entlang der Strecken auch in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei. Bei schutzbedürftigen Objekten sollen ebenfalls in Kooperation mit den Behörden die Sicherheitskonzepte überprüft werden.

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Unbekannte Täter hatten am vergangenen Wochenende an zwei unterschiedlichen Stellen in Nordrhein-Westfalen und in Berlin ein wichtiges Funknetz der Bahn gekappt, über das unter anderem Lokführer und Leitstellen miteinander kommunizieren.

Der Bahnverkehr in Norddeutschland kam daraufhin für mehrere Stunden vollständig zum Erliegen. Den ganzen Tag über kam es auch in anderen Regionen zu Folgeverspätungen und Zugausfällen.

Zum Stand der Ermittlungen wurde aus dem Aufsichtsrat am Freitag zunächst nichts bekannt. Inzwischen hat in der Sache die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Wegen möglicher verfassungsfeindlicher Sabotage habe die Behörde in Karlsruhe am Donnerstag ein Verfahren gegen unbekannt eingeleitet, teilte sie mit.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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