Zugverkehr in Mitteldeutschland wegen starker Schneefälle weitgehend eingestellt!

Leipzig/Dresden/Erfurt - Wegen des starken Schneefalls und Schneeverwehungen ist der Zugverkehr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Sonntag nahezu komplett zum Erliegen gekommen.

Viele Nah- und Fernverkehrszüge fallen wegen des Wetters aus.
Viele Nah- und Fernverkehrszüge fallen wegen des Wetters aus.  © NEWS5 / Munzke

Das Unternehmen Abellio Rail Mitteldeutschland stoppte den Verkehr auf seinen Verbindungen vollständig. Schienenersatzverkehr könne wegen der Verwehungen nicht angeboten werden, teilte das Bahnunternehmen in Halle mit.

Auch die Deutsche Bahn ließ Züge zumindest vorübergehend stehen.

Laut der Deutschen Bahn wurde der Fernverkehr zwischen Berlin, Leipzig/Halle und Erfurt sowie zwischen Dresden, Leipzig und Erfurt mindestens bis in die Mittagstunden eingestellt.

Fernverkehr der Bahn läuft in NRW nach Hochwasser ohne Einschränkungen
Deutsche Bahn Fernverkehr der Bahn läuft in NRW nach Hochwasser ohne Einschränkungen

Gleiches gelte für die Verbindungen zwischen Köln/Dortmund, Hannover, Magdeburg, Leipzig und Dresden. Im Fernverkehr zwischen Köln, Kassel, Erfurt und Gera komme es zu Zugausfällen, hieß es.

Bei Abellio sind den Angaben des Unternehmens zufolge die Strecken von Halle, Dessau und Magdeburg in Richtung Bernburg, Aschersleben und Halberstadt sowie die gesamte Harzregion betroffen. Ebenso die Verbindungen von Stendal und Magdeburg in Richtung Wolfsburg und die Strecken von Halle in Richtung Kassel.

Auch von Halle/Leipzig in Richtung Weimar-Erfurt-Eisenach sowie in Richtung Jena-Saalfeld fahren keine Züge mehr. Gleiches gilt für die Strecke Sangerhausen-Erfurt.

Einige Menschen saßen schon am Morgen am Leipziger Hauptbahnhof fest.
Einige Menschen saßen schon am Morgen am Leipziger Hauptbahnhof fest.  © NEWS5 / Munzke
Bereits am Samstag waren Einschränkungen wegen des starken Schneefalls angekündigt worden. (Symbolbild)
Bereits am Samstag waren Einschränkungen wegen des starken Schneefalls angekündigt worden. (Symbolbild)  © Martin Gerten/dpa/dpa-tmn

Gute Nachrichten gibt es von der Deutschen Bahn. Für den 6. und 7. Februar gebuchte Tickets können entweder kostenlos storniert oder bis einschließlich sieben Tage nach Störungsende flexibel für spätere Verbindungen genutzt werden. Alle Informationen dazu findet Ihr hier.

UPDATE, 16.03 Uhr: Nah- und Fernverkehr auch am Montag eingeschränkt

Der Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn wird auch am Montag wegen der starken Schneefälle und des heftigen Windes deutlich eingeschränkt sein. Die Kulanzregelung für Reisende im Fernverkehr werden laut Bahn auf Tickets für Fahrten am 8. Februar ausgeweitet.

Für Sonntag erklärte die Bahn, die verschärfte Wetterlage sorge derzeit im Bahnknoten Erfurt für weitere Einschränkungen im Fernverkehr. Es fahren demnach keine Züge von Frankfurt/Main und Kassel in Richtung Osten. Auf der Verbindung Halle/Leipzig/Magdeburg komme es weiter zu Ausfällen der Fernverkehrslinien.

In besonders schwer vom Winterunwetter betroffenen Regionen gibt es laut Bahn Aufenthaltszüge für Reisende, etwa in Hamburg, Hannover, Dortmund, Münster, Halle, Leipzig und Kassel. Dort können sich gestrandete Fahrgäste aufwärmen.

UPDATE, 17 Uhr: Einzelne Abellio-Züge fahren wieder durch Mitteldeutschland

Nach der wetterbedingten Komplett-Einstellung des Zugverkehrs am Sonntagmorgen sind einige Züge der Abellio Rail Mitteldeutschland wieder unterwegs. Allerdings seien es nur sehr wenige, und sie führen sehr unregelmäßig, teilte das Bahnunternehmen am Nachmittag mit.

Konkret gelte das auf den Strecken Halle–Merseburg–Naumburg–Jena–Saalfeld und Markranstädt–Naumburg–Weimar.

Nach wie vor rolle es auf den meisten Strecken nicht wegen immer noch heftiger Schneeverwehungen. Davon betroffen seien weiterhin die Strecken von Halle, Dessau und Magdeburg in Richtung Bernburg, Aschersleben und Halberstadt sowie die gesamte Harzregion, außerdem die Verbindungen von Stendal und Magdeburg in Richtung Wolfsburg, die Strecke von Halle Richtung Sangerhausen–Nordhausen–Leinefelde–Kassel, die Verbindung Sangerhausen–Erfurt sowie die Unstrutbahn von Naumburg nach Wangen.

Titelfoto: Martin Gerten/dpa/dpa-tmn

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