Kiloweise Marihuana, Koks und Amphetamine! Polizei nimmt bei Razzia mehrere Männer fest

Frankfurt (Oder) - Die Polizei hat bei einer Razzia in Frankfurt (Oder) und im Kreis Oder-Spree mehrere Männer festgenommen und erhebliche Mengen Rauschgift sichergestellt.

Bei einer Razzia in Frankfurt (Oder) hat die Polizei kiloweise Drogen sichergestellt (Symbolbild).
Bei einer Razzia in Frankfurt (Oder) hat die Polizei kiloweise Drogen sichergestellt (Symbolbild).  © 123RF/Olga Yastremska

40 Objekte, darunter Restaurants und Wohnungen in Frankfurt (Oder) und Müllrose, sind durchsucht worden, wie das Polizeipräsidium in Potsdam am Donnerstag mitteilte.

Die Beamten entdeckten unter anderem mehrere Kilogramm Marihuana, Amphetamine und Kokain sowie große Mengen Bargeld. Zunächst hatte rbb-inforadio darüber berichtet.

Nach Angaben eines Polizeisprechers soll es sich um organisierte Kriminalität mit Betäubungsmitteln handeln.

Bei den Durchsuchungen am Montag und Mittwoch waren demnach mehr als 200 Polizisten im Einsatz.

Update, 15.17 Uhr: Vermögen von über eine Million Euro sichergestellt

Bei der groß angelegten Razzia fanden die Ermittler 55 Kilogramm Marihuana, Amphetamin und Kokain, mehrere Pistolen, einen Schlagstock und eine Machete. Außerdem wurden ein teures Auto, rund 330.000 Euro Bargeld, Luxus-Uhren, Goldmünzen und Datenträger von den Beamten sichergestellt.

Die Polizei geht von einem Vermögen im Gesamtwert von über eine Million Euro aus. "Es ist ein sehr großer Fund", sagte Polizeisprecher Mario Heinemann.

Die Ermittlungsverfahren richten sich gegen 20 Beschuldigte. Bisher wurden fünf Männer festgenommen, denen im Falle einer Verurteilung mehrere Jahre Gefängnis drohen. "Wir erhoffen uns unter anderem durch die Auswertung der Datenträger Beweise gegen die anderen Bandenmitglieder", so Heinemann weiter. Alle 20 Personen seien identifiziert und polizeibekannt.

Seit einem Jahr hatte ein ganzes Kommissariat des Brandenburger Landeskriminalamtes gegen die insgesamt mehr als 20 Verdächtigen ermittelt. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft handelt es sich dabei um Mitglieder zweier Gruppen: Einer Gruppe wird vorgeworfen, die Betäubungsmittel aus unterschiedlichen Quellen bezogen, überwiegend in Berlin zwischengelagert und von dort an Abnehmer im Osten Brandenburgs gebracht zu haben.

Die andere Gruppe - die Mitglieder sollen hauptsächlich aus Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Oder-Spree stammen - sollen die Betäubungsmittel in Berlin, Frankfurt (Oder) und verschiedenen Orten Ostbrandenburgs gewinnbringend verkauft haben.

Einige davon sollen einer polizeibekannten, "relevanten" Rockergruppe in Brandenburg angehören, nähere Angaben wollte die Polizei zu der Gruppe nicht machen. Die Ermittlungen hätten den Verdacht ergeben, dass diese Bande ein wesentlicher Abnehmer der anderen Gruppe war. Die Ermittlungen dauerten an.

Titelfoto: 123RF/Olga Yastremska

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