In der 1. Klasse! Mann verletzt sich im Zug mit gebrauchter Kokain-Spritze

Olten - Was für ein Schock! Als sich im Juli 2019 ein Reisender in ein Erste-Klasse-Zugabteil setzte, stach ihn etwas in den linken Oberschenkel.

Eine gebrauchte Kokainspritze auf einem 1.-Klasse-Sitz verletzte einen Passagier und bescherte ihm bange Tage.
Eine gebrauchte Kokainspritze auf einem 1.-Klasse-Sitz verletzte einen Passagier und bescherte ihm bange Tage.  © 123rf.com/Ari Nousiainen

Der Mann stieg damals gegen 5 Uhr morgens in Olten (Schweiz) in den Zug. Als er sich hinsetzte, spürte er einen Schmerz in seinem Bein - und stand augenblicklich wieder auf.

Was er dann sah, entsetzte ihn!

Wie das Schweizer Nachrichtenportal "zentralplus" berichtet, hatte sich der Passagier in eine gebrauchte Spritze gesetzt. Allerdings wusste er in dem Augenblick noch nicht, was zuvor in der Spritze gewesen war - und ob er sich möglicherweise mit einer schweren Krankheit angesteckt hatte.

Die alarmierte Polizei untersuchte den Fundort, die gesicherten Spuren führten die Ermittler schließlich zu einem Mann (35) aus der Gemeinde Zug.

Er gestand, sich am Abend zuvor gegen 22 Uhr die Spritze gesetzt zu haben. Mit Kokain! Als er an der Haltestelle Gisikon-Root berauscht ausstieg, ließ er alle Drogenutensilien liegen.

Das sei sehr "unbedacht" gewesen, fand die Staatsanwaltschaft in dieser Woche. Denn durch sein achtloses Verhalten hatte er in Kauf genommen, dass sich andere Menschen im Zug verletzen könnten, wie es dann auch der Fall war. 

Täter ist mehrfach vorbestraft

Bei dem 35-Jährigen handele es sich laut Strafbefehl um einen "notorischen Drogenkonsumenten". Er soll mehrfach vorbestraft sein. Bei einem Einbruch in ein Büro im Juni dieses Jahres klaute er knapp 4300 Franken (rund 4000 Euro), davon "investierte" er 1200 Franken (1100 Euro) in 15 Gramm Kokain.

Wegen seiner umfangreichen kriminellen Vorgeschichte kam die Staatsanwaltschaft zu dem Schluss, dass "eine unbedingte Strafe notwendig erscheint". Das solle ihn von weiteren Delikten abschrecken.

Der Mann wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung, Diebstahl, Hausfriedensbruch und mehreren Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetzes zu einer Geldstrafe von 1200 Franken (etwa 1120 Euro) verurteilt. Obendrauf kommt noch ein Bußgeld von 500 Franken (knapp 470 Euro). 

Titelfoto: 123rf.com/Ari Nousiainen

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