Keine Joints mehr: Amsterdam will Touristen Zugang zu Coffeshops verbieten

Amsterdam - Amsterdam ist immer eine Reise wert! Die Grachten laden zum Verweilen auf dem Wasser ein und die Architektur der niederländischen Hauptstadt ist wunderschön. Amsterdam zieht Touristen aber auch wegen des legalen Verkaufs und Konsums von Marihuana an - doch damit soll jetzt bald Schluss sein!

Die Coffeeshops in Amsterdam dürften für ausländische Touristen bald unattraktiver werden.
Die Coffeeshops in Amsterdam dürften für ausländische Touristen bald unattraktiver werden.  © Oliver Berg/dpa

Wie die größte Stadt der Niederlande am Freitag mitteilte, will sie ausländischen Touristen den Zugang zu Coffeeshops und damit den Kauf von Hasch oder Marihuana verbieten.

Staatsanwaltschaft, Polizei und Bürgermeisterin Femke Halsema wollen damit den Drogentourismus einen Riegel vorschieben.

Nur noch Einwohner der Niederlande sollen dann mit einem Pass Zugang zu den Coffeeshops bekommen.

Das Stadtparlament muss den Plänen aber noch zustimmen.

Ohne Drogenverkauf weniger Tourismus?

In den Niederlanden sind sogenannte weiche Drogen wie Haschisch und Marihuana in den Coffeeshops für den persönlichen Konsum legal zu kaufen.

Auch während des zurzeit geltenden Lockdowns sind sie geöffnet - die Kunden müssen die Waren aber mitnehmen.

Einen Joint gefällig? Aber nur zum Mitnehmen!
Einen Joint gefällig? Aber nur zum Mitnehmen!  © Matthew Brown/AP/dpa

Im Prinzip dürfen nur Einwohner des deutschen Nachbarlandes in den Coffeeshops Drogen kaufen, für Amsterdam gilt jedoch eine Ausnahmeregelung. Dafür musste die Stadt die Zahl der Verkaufsstellen allerdings stark reduzieren. Doch der Drogentourismus vor allem aus Großbritannien nahm stark zu.

Studien haben ergeben, dass bei einem Zugangs-Verbot für Coffeeshops, der Massentourismus stark abnehmen wird.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

Mehr zum Thema Drogen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0