Kokain für 37.000 Euro entdeckt: Zoll staunt mächtig über aufwendiges Versteck

Frankfurt am Main - Eine Tasche mit Sportshirts erregte den Verdacht des Zolls am Flughafen Frankfurt: zu Recht, die Beamten stießen auf Kokain mit einem Schwarzmarktwert von circa 37.000 Euro!

Als der Zoll am Flughafen Frankfurt eine Tasche genauer untersuchte, fielen den Beamten einige Merkwürdigkeiten auf.
Als der Zoll am Flughafen Frankfurt eine Tasche genauer untersuchte, fielen den Beamten einige Merkwürdigkeiten auf.  © Hauptzollamt Frankfurt am Main

Die brisante Entdeckung machte der Zoll am Frankfurter Flughafen bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag, doch aus ermittlungstaktischen Gründen weise man erst jetzt darauf hin, erklärte Isabell Gillmann, die Pressesprecherin beim Hauptzollamt in Frankfurt am Main, am heutigen Freitag.

Demnach kontrollierte der Zoll am 26. Dezember verschiedene Postsendungen. Dabei stießen die Beamten auf ein Paket aus Paraguay, das für eine "Privatperson in Spanien" bestimmt gewesen sei.

Als die Ermittler das Paket genauer untersuchten, fanden sie darin eine mit Shirts gefüllte Tasche, die den Beamten sprichwörtlich "spanisch" vorkam.

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Bei der Untersuchung des Fundes mit einem Röntgenapparat fand der Zoll zunächst merkwürdige Unregelmäßigkeiten in den Seiten und im Boden der Tasche.

Eine genauere Überprüfung dieser seltsamen Stellen brachte dann "eine stark verpresste, weiße, kristalline Substanz zum Vorschein", berichtete die Zollsprecherin weiter.

Zoll beschlagnahmt halbes Kilogramm Kokain: Das passiert mit der Droge

Die Zollbeamten stießen auf gut ein halbes Kilo gepresstes Kokain mit einem Schwarzmarktwert von circa 37.000 Euro.
Die Zollbeamten stießen auf gut ein halbes Kilo gepresstes Kokain mit einem Schwarzmarktwert von circa 37.000 Euro.  © Hauptzollamt Frankfurt am Main

Ein Rauschgift-Schnelltest räumte schließlich jeden Zweifel aus: Es war gut ein halbes Kilogramm Kokain.

Die rund 530 Gramm der Droge hätten auf dem Schwarzmarkt einen Wert von circa 37.000 Euro, betonte Isabell Gillmann und fügte hinzu: "Die Kreativität bei Schmuggelverstecken kennt keine Grenzen."

In diesem Fall hätten die Schmuggler sich wirklich sehr viel Mühe gegeben, indem sie das Rauschgift gepresst, verpackt und in die Tasche eingenäht hätten.

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Natürlich wurde das Kokain vom Hauptzollamt Frankfurt beschlagnahmt. Die Droge werde nun zunächst als Beweismittel aufbewahrt, erfuhr TAG24 auf Nachfrage.

Letztendlich würde das Kokain dann aber an einem geheimen Ort vernichtet, um es endgültig aus dem Verkehr zu ziehen.

Titelfoto: Hauptzollamt Frankfurt am Main

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