Medizinisches Gras: 10,4 Tonnen Cannabis für Patienten

Neumünster - In einer Indoor-Plantage in Neumünster soll in diesem Jahr und den drei kommenden Jahren jeweils eine Tonne Cannabis für medizinische Zwecke produziert werden.

Der Chefanbauer aus den Niederlanden steht zwischen Cannabisplanzen der Sorte Churchill im Blühraum einer Produktionsanlage von Aphira für medizinisches Cannabis.
Der Chefanbauer aus den Niederlanden steht zwischen Cannabisplanzen der Sorte Churchill im Blühraum einer Produktionsanlage von Aphira für medizinisches Cannabis.  © dpa/Christian Charisius

Die erste Lieferung werde im Verlauf des ersten Halbjahres erfolgen, sagte Aphria-Geschäftsführer Hendrik Knopp der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir werden damit voraussichtlich das erste Unternehmen in Deutschland sein."

Seit 2017 können sich Patienten Cannabis für medizinische Zwecke regulär vom Arzt verschreiben lassen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat neben Aphria RX aus Neumünster auch den Unternehmen Aurora und Demecan den Anbau erlaubt. Insgesamt geht es um 10,4 Tonnen.

Laut der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion vom Dezember wird der voraussichtliche Ankaufspreis pro Gramm bei etwa 2,20 Euro liegen. Es steht demnach aber noch nicht fest, wie viel Apotheken dafür zahlen müssen. Im ersten Halbjahr 2020 betrug der durchschnittliche Abgabepreis in den Apotheken pro Verordnung demnach 476 Euro.

Cannabisplanzen stehen im Blühraum einer Produktionsanlage von Aphira für medizinisches Cannabis.
Cannabisplanzen stehen im Blühraum einer Produktionsanlage von Aphira für medizinisches Cannabis.  © dpa/Christian Charisius

Für die Patienten fiel eine Zuzahlung in Höhe von höchstens 10 Euro pro Verordnung an.

Titelfoto: dpa/Christian Charisius

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