Neuen Drogenmix genommen: Sechs Jugendliche sterben, Überlebende wollen Fremde töten!

Bangkok (Thailand) - Ein Drogentrip mehrerer Jugendlicher in Thailand nahm ein unschönes Ende.

Der Drogenmix "K Nompong" sieht aus wie Milchpulver, ist jedoch wesentlich gefährlicher (Symbolbild).
Der Drogenmix "K Nompong" sieht aus wie Milchpulver, ist jedoch wesentlich gefährlicher (Symbolbild).  © 123RF/lecic

Sechs Tote, vier Schwerverletzte und sieben Bewusstlose: Das ist die bittere Bilanz des Sonntags, als die Polizei wegen Drogenkonsums in Thailands Hauptstadt Bangkok alarmiert wurde.

Wie Nation Thailand berichtete, nahmen die Jugendlichen zuvor einen neuartigen Drogenmix zu sich, der bei Überdosierung oftmals tödlich ende.

So auch im Fall einer 22-jährigen Tänzerin eines Nachtclubs. Sie starb am Sonntag im Stadtteil Bang Kho Laem. Ihr Freund wurde "in ihrer Nähe" schwer verletzt aufgefunden.

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Zu den anderen 15 Beteiligten lagen bislang keine näheren Informationen vor. Polizisten stellten neben dem Drogenmix "K Nompong" weitere berauschende Substanzen sicher.

Bei einem ähnlichen Vorfall im Stadtteil Sai Mai, der sich ebenfalls am Sonntag zutrug, sollen mehrere Jugendliche auf Passanten losgegangen sein und versucht haben, sie zu töten, wie Nation Thailand weiter berichtete.

Auslöser der Attacken seien demnach Halluzinationen, die vom Konsum des neuartigen Drogenmixes kommen. Ob die jungen Thailänder wirklich Menschen töteten oder verletzten, war am Montagmorgen nicht bekannt.

Das steckt im neuartigen Drogenmix "K Nompong"

Die thailändische Polizei geht konsequent gegen Drogen vor (Symbolbild).
Die thailändische Polizei geht konsequent gegen Drogen vor (Symbolbild).  © 123RF/Adirach Toumlamoon

"K Nompong" besteht laut der thailändischen Zeitung aus Ketamin, Methamphetamin, Heroin und einem Schlafmittel namens "Rose".

Das K im Namen stehe dabei für den Hauptbestandteil Ketamin, Nompong ist eine Bezeichnung für Milchpulver, weil die Substanzen zerdrückt werden und am Ende vermengt genauso aussehen.

Die Polizei geht in Thailand rigoros gegen Drogenkonsum und -besitz vor. Wer mit Drogen erwischt wird, muss mit einer Bestechungszahlung an den Beamten rechnen, kann aber auch genauso gut im Gefängnis landen. Die Dauer des Aufenthaltes hängt dabei von der Menge der Drogen ab.

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Ebenso ist es möglich, als Tourist ein (bis zu lebenslanges) Einreiseverbot zu kassieren. Für den Verkauf von Drogen kann es sogar die Todesstrafe geben.

Warum es dennoch momentan zu so vielen "K Nompong"-Fällen kommt, können sich die Beamten nicht erklären.

Titelfoto: 123RF/lecic

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