Ist das ekelhaft! Tausende Fluggäste mit bereits gebrauchten Nasen-Stäbchen getestet

Medan - Indonesien ist derzeit schwer von dem Coronavirus getroffen. Nun sorgt eine absolute Ekel-Nachricht für Aufregung. Mitarbeiter einer Pharmazie-Firma sollen gebrauchte Test-Stäbchen, welche für einen Nasenabstrich verwendet worden, an einen großen Flughafenbetreiber weiterverkauft haben!

Ein Mediziner macht einem Mann einen Nasenabstrich.
Ein Mediziner macht einem Mann einen Nasenabstrich.  © Tatan Syuflana/AP/dpa

Sich von einem Gesundheitsmitarbeiter mit einem Stäbchen in der Nase herumbohren zu lassen, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen, ist für manche Menschen schon ziemlich unangenehm.

Doch immerhin werden die Tests mit größter Hygiene durchgeführt und die genutzten Stäbchen nach der Auswertung anschließend entsorgt.

Das sollte man zumindest meinen. Doch in Indonesien wurde nun ein schockierender Vorfall bekannt. Wie die South China Morning berichtete, hatten die Mitarbeiter der Pharmazie-Firma Kimia Farma über Monate hinweg bereits gebrauchte Corona-Test-Kits verkauft!

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Seit dem vergangenen Dezember belieferte das Unternehmen den internationalen Flughafen Kualanamu bei Medan im Norden des Inselstaates. Dort wurden Tausende Reisende mit einem Nasenabstrich auf das Coronavirus getestet.

Diese Variante ist in vielen Ländern weltweit eine gängige Methode, um schnell eine mögliche Infektion mit Covid-19 nachweisen zu können.

Bis zu 9000 Personen sollen bei dem Flughafen die bereits gebrauchten Stäbchen in ihre Nase gesteckt bekommen haben!

Mitarbeiter der Pharmazie-Firma sollen die Tupfer im Büro gewaschen haben

An dem Flughafen Kualanamu bei Medan wurden Reisende monatelang mit gebrauchten Corona-Tupfern getestet.
An dem Flughafen Kualanamu bei Medan wurden Reisende monatelang mit gebrauchten Corona-Tupfern getestet.  © 123RF/uskarp

Die Beschuldigten, fünf Angestellte sowie der Manager der Firma, sollen die Wattestäbchen im Hauptbüro gewaschen, verpackt und anschließend an den Flughafen geschickt haben. Vergangene Woche wurden diese von der Polizei festgenommen.

Die genauen Umstände, wie der Vorfall an die Öffentlichkeit kam, sind nicht bekannt.

Die beiden Menschenrechtsanwälte Ranto Sibarani und Kamal Pane, welche des Öfteren aus beruflichen Gründen aus Medan abflogen, sind selbst von dem Skandal betroffen. Sie verklagen die Firma nun und sammeln weitere Beschwerden von anderen Reisenden.

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Das Motiv scheint bereits gefunden. Für jeden durchgeführten Test hatte die Pharmazie-Firma eine Summe von knapp 12 Euro von dem Flughafen verlangt. Durch die weiterverwendeten Tupfer sparten sie eine Menge Geld. Umgerechnet bis zu 100.000 Euro konnten sie dadurch gutmachen!

Die Polizei verfolgt nun, ob Passagiere durch die wiederverwendeten Tupfer mit dem Coronavirus infiziert worden sind.

Die aktuelle Corona-Situation im Land ist eher kritisch. Indonesien hat seit dem Beginn der Pandemie knapp 1,7 Millionen Fälle und 45.000 Todesopfer gemeldet.

Titelfoto: Tatan Syuflana/AP/dpa

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