Rapper will's wissen: "Wie schnell wird man erregt, bevor der Jarro steht?"

Berlin - Masturbation, Prostitution, Fetisch, BDSM, sexuelle Orientierung: Ein neues Joyn-Format will herausfinden, was genau Menschen sexuell erregt und was eben nicht. Neben dem wissenschaftlichen Hintergrund kommt der Spaß natürlich nicht zu kurz.

Rapper Slavik Junge (31, l.) testet die sexuellen Erregungen verschiedener Personen in unterschiedlichen Situationen.
Rapper Slavik Junge (31, l.) testet die sexuellen Erregungen verschiedener Personen in unterschiedlichen Situationen.  © Joyn

"Die erste Sendung, die informativ ist und in der man gleichzeitig sich einen jatzen kann", beschreibt Rapper Slavik Junge (bürgerlich Mark Filatov, 31) das Joyn-Format "Nicht erregen", das am gestrigen Freitag Premiere feierte.

Alles dreht sich darum: "Wie schnell wird man erregt, bevor der Jarro steht?" Nicht nur bei Slavik selbst, sondern auch bei den Versuchskaninchen. Und natürlich sind auch Frauen mit am Start.

Das Team ist in Folge 1 in einem Strip-Club. Mit zwei heterosexuellen Männern, einer heterosexuellen Frau sowie einer offenbar bisexuellen Dragqueen startet der Versuch.

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Zwei weibliche und zwei männliche Stripper betreten die Bühne und versuchen mit viel nackter Haut und heißen Hüftbewegungen, die vier Probanden in Wallungen zu bringen.

Dabei misst ein Gerät Körpertemperatur, Atemfrequenz, Puls und Hautleitfähigkeit.

Während die Tests entsprechend der sexuellen Neigung klar zeigen, dass die Teilnehmer erregt werden, drehen die Macher danach den Spieß um: Den heterosexuellen Männern wird ein (halb-)nackter Mann vor die Nase gesetzt, den Damen eine barbusige Frau. Werden die Probanden entgegen ihrer sexuellen Neigung dennoch erregt?

Joyn-Serie "Nicht erregen": Slavik Junge auf dem CSD und einer Schwulenparty

Slavik mischte sich auch unters Berliner CSD-Volk.
Slavik mischte sich auch unters Berliner CSD-Volk.  © Jörg Carstensen/dpa

In Folge 2 ist Slavik Junge unter anderem auf dem Berliner Christopher Street Day (CSD), einer bunten Parade queerer Menschen, die für Offenheit und Akzeptanz wirbt.

Er wird begleitet von Lucas Lehnert, einem durch "Deutschland sucht den Superstar" bekannt gewordenen und offen homosexuell lebenden Sänger, der ihm aus dem Alltag eines Schwulen berichtet.

Später geht's auf eine Schwulenparty, auf der es durchaus auch schonmal auf der Tanzfläche getrieben wird. "Wenn ich hier auf der Party bangen wollen würde, denkst du ich würde viele abbekommen?", will er von einem Gast wissen: "Du bist super heiß, du würdest was abbekommen, definitiv."

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Und er lernt den asexuellen Eric (22) kennen, der keine sexuelle Anziehung zu einem Menschen verspürt, nach eigenen Aussagen noch nie Sex und sich auch noch nie selbst befriedigt hatte.

Der 22-Jährige berichtet, dass es auch aromantische Personen gibt, die sich nicht verlieben. Slavik scherzhaft: "Scheiße Bratan, ich glaub, ich bin aromantisch. Ich schwöre: Super sexuell, aber das andere gar kein Bock."

Am Ende des queeren Tages wird dem Rapper noch mehr als vorher klar:

"Wir sind in vielem gleich: Wir lachen und weinen, streiten und vertragen uns, werden alle gleich geboren, werden erwachsen, sterben. Nur weil ein Mann einen Mann ballert oder ein Mann eine Frau ballert oder man gar nicht ballern will - das ist der Grund, warum man Menschen hassen muss? Wenn du normal bist und ein reines Herz hast, bist du Freund, fertig."

Überraschende Einblicke gibt es zudem auf einer Schwulenparty. (Symbolbild)
Überraschende Einblicke gibt es zudem auf einer Schwulenparty. (Symbolbild)  © 123RF/beaver1488

"Nicht erregen" auf Joyn: Sex als Geschäft

Auch an einem Pornodreh nimmt der Rapper teil. (Symbolbild)
Auch an einem Pornodreh nimmt der Rapper teil. (Symbolbild)  © 123RF/ronstik

Ein Hostelzimmer ist Schauplatz der dritten Episode. Hier trifft Slavik Junge auf die Pornodarsteller Jolee Love und Jason Steel sowie den Produzenten Tim Grenzwert.

Letzterer erzählt direkt, wie krass sich die Industrie in den letzten Jahren verändert hat. Durch Internet und den Amateurpornobereich ist die professionelle Sparte immer weiter nach hinten gerutscht, erzählt Grenzwert.

Und dann ist Slavik auch direkt mittendrin, während die beiden Pornostars auf einem Doppelstockbett Sex haben. "Ich wollte eigentlich nur ein bisschen w*chsen, aber war dann erstaunt, wie professionell das Ganze abläuft."

Produzent Grenzwert warnt auch vor der immer früheren Konfrontation von Sex für Kinder. Er stellt klar: "Pornografie verfälscht den Blick auf die Sexualität. So wie Leute im Porno f*cken, macht man es in der Realität nicht."

Zum Abschluss trifft der Rapper noch die 20-jährige Prostituierte Kim Kalash, die "noch nie normal gearbeitet" hat. Auch bei ihr werden Herzfrequenz, Puls und Co. während eines Schäferstündchens mit einem Freier gemessen - mit deutlichen Resultaten.

Slavik Junge im Strip-Club.
Slavik Junge im Strip-Club.  © Bratan Productions/Odeon Entertainment

In der nächsten Folge ist Webcamgirl und Amateurporno-Star Aische Pervers zu Gast.

Die Serie "Nicht erregen" mit insgesamt sieben Folgen gibt's exklusiv auf Abruf bei Joyn.

Titelfoto: Bratan Productions/Odeon Entertainment

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