Porno-Plattform xHamster vor dem Aus: Deutsche Behörden wollen Erotik-Seite sperren!

Berlin - Hat es sich bald ausgehamstert? Die Porno-Seite xHamster steht in Deutschland offenbar kurz vor der Sperrung. Hintergrund sind Jugendschutz-Probleme und ein Durchbruch der deutschen Behörden.

Die Erotik-Seite xHamster kännte in Deutschland bald gesperrt werden.
Die Erotik-Seite xHamster kännte in Deutschland bald gesperrt werden.  © 123rf, Mykhailo Polenok

So soll die Website mit den Schmuddelfilmchen aus dem deutschen Netz verschwinden. Das meldet unter anderem Techbook.

Demnach werden die bereits 2020 begonnenen Bemühungen der deutschen Jugendschützer, beliebte Pornoseiten wie xHamster oder YouPorn, aus dem frei und leicht zugänglichen Netz zu vertreiben, nun noch einmal intensiviert.

Der Content auf xHamster und Co. ist nutzergeneriert und im Prinzip für Jedermann frei und kostenlos zugänglich - und somit eben auch für Minderjährige.

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Doch die Sperrung gestaltet sich seit langer Zeit als schwieriges Unterfangen. So ist es den Behörden bislang nicht gelungen, diese auch tatsächlich durchzuführen. Weder bei xHamster noch bei Seiten wie YouPorn oder PornHub.

Verantwortlich dafür ist das luxemburgischen Unternehmen Mindgeek, der Host der Webseiten. Auf dessen Servern lagern die freizügigen Inhalte.

Aufforderungen, die Jugendschutznormen einzuhalten, kam Mindgeek bislang nicht nach. Und da der Hosting-Provider besonders gut verschleiert ist, kommt das Unternehmen bis dato mit der "Seh' ich nicht, hör' ich nicht, mach' ich nicht"-Einstellung durch.

Deutsche Behörden mit Durchbruch bei xHamster

Wie geht es weiter mit der Porno-Website xHamster?
Wie geht es weiter mit der Porno-Website xHamster?  © picture alliance / dpa

Der Provider von xHamster soll nun jedoch von Behörden aus Nordrhein-Westfalen ausfindig gemacht worden sein. Ein Durchbruch für die Landesanstalt für Medien NRW und vielleicht der Anfang vom Ende von xHamster in Deutschland.

Eine Abschaltung steht im Raum, was neben den Betreibern auch die zahlreichen Nutzer sicherlich alles andere als glücklich machen würde.

Die Website erfreut sich großer Beliebtheit. Allein im Mai 2020 rangierte die Seite laut Ranking des IT-Unternehmens SimilarWeb auf dem 12. Platz der in Deutschland meistbesuchten Websites.

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Ob eine Sperrung letztlich tatsächlich sinnvoll wäre, steht auf einem anderen Blatt Papier. Das Unternehmen mit Sitz in Zypern wurde unter anderem bereits 2015 in Indien blockiert. Ebenso in der Türkei und Thailand, von denen, laut der Pornoseite selbst, trotz Sperre jährlich etwa 95 beziehungsweise 125 Millionen Zugriffe kämen. Der Sinn dieser Zensur kann somit zumindest mal angezweifelt werden.

Es wird sich zeigen, ob und inwieweit xHamster nun vom deutschen Netz genommen werden kann. Ein Ende der Online-Gratis-Pornoindustrie würde dies allerdings aufgrund der zahlreichen anderen Anbieter vorerst keinesfalls bedeuten.

Titelfoto: 123rf, Mykhailo Polenok, picture alliance / dpa

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