Pikantes TV-Experiment: Mütter drehen Pornos für ihre Kinder

Unterföhring - Es war ein britisches TV-Experiment, das im vergangenen Jahr hohe Wellen schlagen sollte. Und diese waren auf jeden Fall hoch genug, dass sich Sat.1 die Adaptionsrechte sicherte.

Mütter drehen für ein Sat1-Format Sexfilme, wie sie - ihrer Meinung nach - sein sollten. (Symbolbild)
Mütter drehen für ein Sat1-Format Sexfilme, wie sie - ihrer Meinung nach - sein sollten. (Symbolbild)  © 123rf/Kaspars Grinvalds

Bei der damals dreiteiligen Mini-Serie "Mums Make Porn" (dt.: "Mütter machen Pornos") handelt es sich nicht etwa um eine Suchkategorie auf speziellen Internetseiten ab 18, vielmehr solle es einen erzieherischen Aspekt haben.

Fünf britische Mütter drehten darin Pornofilme, die ihrer Meinung nach ein realistisches Bild von Sexualität darstellen sollen. In denen also nicht tiefgründige Fragen wie "Warum liegt da eigentlich Stroh?" unmittelbar zu hartem schnellen Geschlechtsverkehr führen. Vielmehr sollten lebensnahe Pornos entstehen, die sich - ihren Vorstellungen nach - ihre Teenager-Kids eher ansehen sollten. 

Begleitet wurden sie dabei von Szeneprofis. Porno-Regisseure mit so subtilen Namen wie Erika Lust ("Sodomise me", "XConfessions") oder Dick Bush ("How I f***ed your mother", "Missionary Impossible").

Nun kommt dieses Format auch nach Deutschland. Mit Müttern aus Deutschland. Und zwar noch in diesem Monat.

Was ist überhaupt "normaler Sex"?

ProSiebenSat1 setzt im Juli auch auf schlüpfrige TV-Experimente. (Archiv)
ProSiebenSat1 setzt im Juli auch auf schlüpfrige TV-Experimente. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Am 22. und 29. Juli (jeweils 20.15 Uhr) werden die beiden gedrehten Episoden von "Mütter machen Porno" in Deutschland vermutlich für Gesprächsstoff sorgen. 

Schon allein, weil in der "außergewöhnlichen Eigenproduktion", wie das Format in der Halbjahres-Pressemitteilung von SevenOne Entertainment bezeichnet wird, diese fünf Mütter erst einmal für sich selbst definieren müssen, wie denn "normaler Sex" überhaupt aussieht. 

Was für den einen zum Liebesspiel gehört, muss für andere nicht automatisch Bestandteil des Aktes sein. Klar ist jedoch, dass es sich deutlich von dem üblichen kostenlosen Internetangebot abgrenzen soll.

"Stell Dir vor, dein Sohn oder deine Tochter gucken solche Videos und haben vorher überhaupt keine Erfahrung mit dem anderen Geschlecht gesammelt. Die denken, das ist normal", zitiert das Medienportal DWDL die Teilnehmerin Jasmine (36), selbst Mutter von zwei Kindern.

Begleitet werden die beiden Sendungen von der bereits durch den Sender sixx bekannte Sex- und Beziehungsexpertin Paula Lambert.

Die kompletten Resultate der schlüpfrigen Filmdrehs wird es am Ende für den Zuschauer nicht zu sehen geben. Allerdings wird nach der zweiten Folge "Vanilla X - der Film" gesendet - ein kommentierter Zusammenschnitt von Szenen aus den entstandenen "Mütter machen Porno"-Filmen. Alles im Rahmen des Jugendschutzes.

Titelfoto: 123rf/Kaspars Grinvalds

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