Böllerverbot: Deswegen wird es im Allgäu an Silvester trotzdem laut

Kempten - Im Allgäu soll es trotz Böllerverbot an Silvester laut werden.

Im Allgäu soll es trotz Böllerverbot an Silvester laut werden. (Symbolbild)
Im Allgäu soll es trotz Böllerverbot an Silvester laut werden. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Mit Kuhglocken statt Böllern wollen Menschen in der Region nach einem Aufruf auf Facebook das neue Jahr einläuten. Doch auch dabei gibt es laut Polizei einige Regeln zu beachten.

Die Aufforderung wurde in dem sozialen Netzwerk unter dem Titel "S' Allgäu schealed" verbreitet. Das Jahr 2021 solle "nicht klanglos beginnen", schreiben die bislang unbekannten Initiatoren.

Auf dem eigenen Grundstück sei das Glockenläuten grundsätzlich erlaubt, sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstag in Kempten. "Wenn man das wegfallende Böllern betrachtet, wird man für das Läuten einer Kuhglocke um Mitternacht von der Polizei auch keine Anzeige wegen Ruhestörung bekommen."

In der Öffentlichkeit sei das Glockenläuten nach 21 Uhr aber tabu, betonte der Sprecher. "Das ist kein triftiger Grund, um die Wohnung zu verlassen."

Damit deshalb bis zum Ende der nächtlichen Ausgangsbeschränkung in Bayern zu warten, könne aber ebenfalls zu einer Anzeige führen: "Wenn jemand meint, um 5.02 Uhr das ganze Dorf aufwecken zu müssen, würde die Polizei wahrscheinlich zu einer anderen Beurteilung der Lage kommen als um Mitternacht".

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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