Scharrenbach: Gender-Diskussion sollte nicht übertrieben geführt werden

Düsseldorf - NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (45) sieht eine "übertriebene" Genderdiskussion kritisch.

NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (45) sprach sich gegen "überhitzte" Gender-Diskussionen aus.
NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (45) sprach sich gegen "überhitzte" Gender-Diskussionen aus.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Ich adressiere Frauen und Männer", sagte die CDU-Politikerin im Podcast WDR-RheinBlick.

Manche aufgeheizte Debatte verhindere aber eher, dass Probleme gelöst würden.

Wenn die Genderdiskussion übertrieben geführt werde, fragten sich manche: "Haben wir nichts anderes?", meinte Scharrenbach.

Nach traumatischer "Designer-Vagina" Operation setzt sie sich jetzt für die Klitoris ein!
Feminismus Nach traumatischer "Designer-Vagina" Operation setzt sie sich jetzt für die Klitoris ein!

Deutschland habe einen "recht hohen Stand an Frauenrechten".

Allerdings gebe es bei Beschäftigung und Renten noch viel zu tun.

Bei Frauen in Spitzenpositionen sprach Scharrenbach vor allem in der Wirtschaft noch von Herausforderungen, wobei es in kleineren Unternehmen wegen flacher Hierarchien etwas einfacher sei.

Man müsse dafür sorgen, dass Frauen andere Berufe ergreifen als die klassischen, besonders im sozialen Bereich, betonte die Ministerin am Donnerstag.

Jungen und Mädchen seien "gleich neugierig"

Jungen und Mädchen seien "gleich neugierig". Es gelte also, möglichst früh schon in der Kita und in den Familien Interesse zu wecken, auch etwa für Themen aus Biologie, Physik oder Technik, sagte Scharrenbach.

Ihre Partei in NRW sei im Vorstand "weiblicher" geworden.

Bei der Bundestagswahl sei man bei der CDU-Landesliste einer Mann-Frau-Parität näher gekommen, besonders in den Direktwahlkreisen brauche es aber viel mehr Frauen. Frauen formulierten in der Politik oft "leise", nicht so "Haudrauf" wie manche Männer.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

Mehr zum Thema Feminismus: