"Vielfaltsmanagement": MDR schreibt sich noch mehr Gleichberechtigung auf die Agenda

Leipzig - Ab April will der Mitteldeutsche Rundfunk noch mehr für die Gleichstellung von Frauen und Männern tun - und führt deshalb ein Vielfaltsmanagement ein.

Das MDR-Gebäude in Leipzig. Ab April möchte man hier noch mehr Augenmerk auf Gleichstellung und Vielfalt legen.
Das MDR-Gebäude in Leipzig. Ab April möchte man hier noch mehr Augenmerk auf Gleichstellung und Vielfalt legen.  © Ralf Seegers

Mit den neuen Prozessen will man Diversität noch stärker in die Abläufe des MDR integrieren, teilte der Sender am Montag mit.

"Wir haben hier eine besondere Verantwortung als Medienunternehmen und als Arbeitgeber. Vor dem Hintergrund einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft haben diese Themen einen enormen Stellenwert für den MDR, vor allem mit Blick auf die Relevanz und Akzeptanz unserer Programmangebote", hieß es seitens der MDR-Intendantin Karola Wille.

Aktuell wird bereits jede dritte Führungsposition im MDR von einer Frau eingenommen. 2019 wurden 46 Prozent der im Auftrag des MDR produzierten Fernsehfilme von Regisseurinnen umgesetzt.

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Die MDR-Web-Serie "2 Minuten", die gerade erst für einen Grimme-Preis nominiert wurde, liegt von der Idee über Drehbuch und Produktion fast ausschließlich in Frauenhand.

"Der Gemeinwohl-Auftrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bedeutet, dass der MDR mit seinen Programmangeboten das Gemeinwesen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert", hieß es in der Mitteilung weiter. Dies könne nur erfolgreich sein, wenn die Gesellschaft als Summe aller ihrer Bestandteile betrachtet und so auch in den Medien repräsentiert werde.

Seit dem Sommer 2019 gehört der MDR zudem der "Charta der Vielfalt" an, einer Initiative, die sich nachhaltig für mehr Diversität, Chancengleichheit und ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld in Unternehmen einsetzt.

Titelfoto: Ralf Seegers

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