15 Einsätze in einer Nacht! Zündler hinterlässt Spur der Verwüstung

Coswig - So eine Nacht hatte die Coswiger Feuerwehr noch nie: Dachte sie erst nur zu einer Lappalie auszurücken, häuften sich plötzlich die Alarmmeldungen im Sekundentakt. Ein unheimlicher Brandstifter zog eine Spur der Verwüstung durch die Stadt.

Lichterloh brannte es insgesamt fünfzehnmal in Coswig.
Lichterloh brannte es insgesamt fünfzehnmal in Coswig.  © Freiwillige Feuerwehr Coswig

Gegen 2.30 Uhr am gestrigen Freitag gab es den ersten Alarm: "Uns wurde eine brennende Mülltonne gemeldet", sagt Andreas Schorbogen (59), Chef der Freiwilligen Feuerwehr Coswig. 

"Doch dort stand der ganze Müllplatz in Flammen! Noch während wir löschten, kam der nächste Anruf aus der Leitstelle." 

So ging es innerhalb kürzester Zeit weiter: "Wir hatten 15 Einsätze quer über das Stadtgebiet in der Nacht. Es sieht danach aus, als wäre der Brandstifter mit dem Rad unterwegs gewesen."

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Schorbogen musste die Feuerwehren aus Radebeul und Weinböhla um Hilfe bitten, reichlich 40 Kameraden waren so insgesamt im Einsatz. 

Schwierig war die schnelle Einschätzung: "Wir konnte ja nicht überall gleichzeitig sein", so der Wehrleiter. 

"Allerdings mussten wir dort, wo das Feuer auf ein Auto überzugreifen drohte, auch zuerst anpacken." 

Mutmaßlichen Täter gefasst - und freigelassen

Die unheimliche Brandserie hielt die Feuerwehrmänner die ganze Nacht in Atem.
Die unheimliche Brandserie hielt die Feuerwehrmänner die ganze Nacht in Atem.  © Freiwillige Feuerwehr Coswig

Schwierig war auch der Brand einer Papierpresse am Kaufland. Dafür bekamen die Kameraden auch Brötchen von der Belegschaft. Um sieben Uhr war der Großeinsatz dann beendet.

Noch in der Nacht schnappen die Fahnder einen Verdächtigen (51) in der Nähe eines Brandortes, nahmen diesen fest: "Im Rahmen der Ermittlungen konnten wir keine Spuren bei ihm feststellen", sagt Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (44).

"Weil kein dringender Tatverdacht gegen ihn besteht, wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen gegen ihn laufen aber weiter."

Titelfoto: Freiwillige Feuerwehr Coswig

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