Sehr hoher Schaden vermutet: Lagerhalle mit Oldtimern fackelt ab

Plön - Bei einem Großbrand auf Gut Bundhorst in Stolpe im Kreis Plön ist am Sonntag eine Lagerhalle komplett zerstört worden.

Feuerwehrleute löschen Glutreste in der eingestürzten Lagerhalle.
Feuerwehrleute löschen Glutreste in der eingestürzten Lagerhalle.  © René Schröder

Das Gebäude stürzte ein und glich einem Trümmerhaufen. In der Halle befanden sich etwa 40 Oldtimer, die ebenfalls völlig ausbrannten. 

Menschen wurden nicht verletzt. 

Der Einsatz der Feuerwehr habe bis in die Nacht gedauert, wie ein Sprecher der Polizei sagte. 

Ursache und Schadenshöhe waren zunächst unbekannt, auch weitere Details lagen nicht vor. 

Laut NDR dürfte ein Millionenschaden entstanden sein. 

Das Gut Bundhorst ist mehrere Hundert Jahre alt, es besteht seit dem 16. Jahrhundert. 

Anfang der 2000er-Jahre war es eine der größten Putenzuchtstationen in Schleswig-Holstein. Bei einem Brand im Jahr 2005 starben Tausende Tiere, danach zogen sich die Besitzer aus der Putenzucht zurück.

Etwa zeitgleich zur Lagerhalle brannte am Sonntagabend in Plön eine Gartenhütte an einem Wohnhaus. Auch hier gab es nur Sachschaden.

Update, 13.55 Uhr

Nach neuen Angaben wurden etwa 30 Old- und Youngtimer zerstört. Das Feuer konnte erst in den frühen Morgenstunden gelöscht werden, wie der Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Stolpe am Montag berichtete. 

Insgesamt 120 Einsatzkräfte aus acht Freiwilligen Feuerwehren seien im Einsatz gewesen. Die Ursache des Brandes war den Angaben zufolge zunächst unklar. Die Polizei schätzte, dass ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich entstanden sei. Personen hätten sich nicht verletzt.

Die Löscharbeiten gestalteten sich laut Ortswehrführer schwierig. Eine Mittelspannungsleitung, die längs zur Scheune lief, musste demnach abgeschaltet werden, damit die Feuerwehren den Brand von oben mit einer Drehleiter löschen konnten. Später schob ein Bagger den Angaben zufolge das Blechdach der Scheune zur Seite, nachdem die Stahlkonstruktion die Fahrzeuge unter sich begraben hatte. 

Weil der erste Löschteich wegen der Trockenheit schnell leergepumpt gewesen sei, hätte kurzerhand eine zweite, 600 Meter entfernte Wasserquelle angezapft werden müssen. 

Keiner der auf der Fläche von 40 mal 40 Metern geparkten Old- und Youngtimer habe den Brand unbeschadet überstanden.

Titelfoto: René Schröder

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