Dachstuhl brennt lichterloh: Mehrfamilienhaus nicht mehr bewohnbar

Esslingen - In der Nacht zum Freitag brannte in Esslingen (in der Nähe von Stuttgart) ein Mehrfamilienhaus lichterloh und löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. 

Das Gebäude stand in der Nacht zum Freitag in Vollbrand. Der Brand soll nach ersten Erkenntnissen in einer Küche ausgebrochen sein.
Das Gebäude stand in der Nacht zum Freitag in Vollbrand. Der Brand soll nach ersten Erkenntnissen in einer Küche ausgebrochen sein.  © SDMG / Kohls

Gegen 3.30 Uhr wurde der Polizei ein Brand in der Vogelsangstraße gemeldet, teilt ein Polizeisprecher auf Anfrage von TAG24 mit. 

Der Brand ist nach derzeitigem Kenntnisstand in der Küche ausgebrochen und ist schnell auf den Dachstuhl übergegangen. 

Das Mehrfamilienhaus ist nicht mehr bewohnbar. Derzeit wird eine Unterbringung der Bewohner organisiert. 

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. 

Die Schadenshöhe ist noch unklar. 

Die Löscharbeiten dauerten in den Morgenstunden noch an. 

Update 13.25 Uhr: In dem Haus waren Flüchtlinge untergebracht

Ein teils von Flüchtlingen bewohntes denkmalgeschütztes Haus in der Esslinger Altstadt ist in Flammen aufgegangen. Ein Küchenbrand, der im zweiten Obergeschoss ausgebrochen war, hatte nach Angaben der Feuerwehr in der Nacht zu Freitag in kürzester Zeit auf das darüberliegende Dachgeschoss übergegriffen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand, neun Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Eine ältere Frau, die im Erdgeschoss des Hauses wohnt, kam wegen Kreislaufproblemen zur Untersuchung in ein Krankenhaus. In der Flüchtlingsunterkunft seien 15 Männer gemeldet, hieß es.

Ein Sprecher der Stadt sagte über das Mehrfamilienhaus: "Bei einem denkmalgeschützten Haus wie diesem müssen wir mit einem höheren sechsstelligen Schaden rechnen, wenn es schlecht läuft, auch siebenstellig." Auch die Polizei geht von einem Schaden im Bereich von mehreren Hunderttausend Euro aus.

Das Haus sei unbewohnbar und teils nicht begehbar, sagte eine Polizeisprecherin. "Die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft hatten dies zunächst nicht verstanden und wollten zurück in ihre Zimmer." Die Beamten erteilten daraufhin Platzverweise. Vier Bewohner kamen diesen nicht nach, woraufhin sie kurzzeitig mit Handschellen in Gewahrsam genommen wurden. Die Männer werden der Stadt zufolge in anderen städtischen Unterkünften untergebracht und versorgt.

Insgesamt waren etwa 100 Feuerwehrleute mit 26 Fahrzeugen im Einsatz. Der Einsatz dauerte am Freitagvormittag an. Spezialisten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Titelfoto: SDMG / Kohls

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