Feuerwehreinsatz in Dresden: Tanklaster verliert brennbare Flüssigkeit

Dresden - Derzeit läuft ein großer Feuerwehreinsatz im Dresdner Norden wegen eines defekten Lastwagens.

Nur mit spezieller Schutzkleidung können die Kameraden der Feuerwehr an den Sattelzug-Auflieger.
Nur mit spezieller Schutzkleidung können die Kameraden der Feuerwehr an den Sattelzug-Auflieger.  © Roland Halkasch

Nach ersten Informationen soll der Auflieger eines Sattelzugs auf der Straße An den Ellerwiesen im Dresdner Stadtteil Hellerau eine Flüssigkeit verlieren.

Dabei handelt es sich laut Beschriftung des Aufliegers um Erdöldestillat. Möglicherweise transportiert der Lastwagen mit polnischer Zulassung Benzin.

Die geladene Flüssigkeit ist leicht entzündlich und entflammbar.

Tanklaster verliert Ladung

Das Leck wurde genau kontrolliert, um die Gefahr abschätzen zu können.
Das Leck wurde genau kontrolliert, um die Gefahr abschätzen zu können.  © Roland Halkasch

Feuerwehrleute untersuchen nun den Defekt und die davon ausgehende Gefahr näher.

Die schmale Straße ist für die Dauer des Einsatzes nicht befahrbar.

Ob der Anhänger schon vorher tropfte oder dort abgestellt wurde und erst dann mit tropfen begann, ist derzeit noch unklar.

Kameraden der Wachen Übigau und Striesen befinden sich momentan im Gefahrguteinsatz.

Update, 14.30 Uhr: Polizei verbietet Weiterfahrt

Wie sich herausstellte, war der Lastwagen zuvor auf der Autobahn 4 in Richtung Dreieck Dresden-Nord unterwegs. Augenzeugen beobachteten den Sattelschlepper bereits am frühen Morgen auf einem Rastplatz. Der mutmaßliche Fahrer soll den Schaden bemerkt und womöglich zu reparieren versucht haben. 

Jedoch fuhr er dennoch am Vormittag los. Andere Kraftfahrer bemerkten das Leck und informierten die Polizei. Das defekte Fahrzeug wurde daraufhin von Beamten in die Straße An den Ellerwiesen begleitet. 

Die Domdeckel des Aufliegers ließen sich nicht korrekt verschließen. Dadurch trat die Flüssigkeit aus.

Den Kameraden der Feuerwehr gelang es zwar am Mittag, die entsprechenden Deckel zu schließen, doch die Verschlüsse drohen, während der Fahrt wieder aufzugehen. 

Eine Spezialfirma muss nun anrücken und die 26.000 Liter Erdöldestillat in einen anderen Tanklaster umpumpen. Die Weiterfahrt mit diesem beladenen Lastwagen wurde vorerst verboten.

Titelfoto: Roland Halkasch

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