Dresdner Feuerwehr im Dauereinsatz: Spannender Einblick in den Alltag der Retter

Dresden - Was passiert eigentlich den ganzen Tag über bei der Dresdner Feuerwehr? Zum Europäischen Tag des Notrufs lieferten die Retter einen umfassenden Überblick über alle Notfälle des Tages.

Die Dresdner Berufsfeuerwehr verriet auch interessante Statistiken: Zum Beispiel arbeiten bei ihr 17 weibliche und 614 männliche Feuerwehrleute.
Die Dresdner Berufsfeuerwehr verriet auch interessante Statistiken: Zum Beispiel arbeiten bei ihr 17 weibliche und 614 männliche Feuerwehrleute.  © Feuerwehr Dresden

Über ihren offiziellen Twitter-Kanal startete die Feuerwehr aus Dresden am heutigen Donnerstag um 8 Uhr das sogenannte "Twittergewitter". Dabei setzte das Social-Media-Team bis um 20 Uhr alle paar Minuten einen Tweet ab - und lieferten dabei jede Menge spannende Statistiken, verrieten Einsatz-Details und beantworteten User-Fragen.

So meldete die Regionalleitstelle bis um 20 Uhr insgesamt 1640 eingegangene Anrufe. Allerdings bedeutete nicht jeder davon auch sofort ein Feuer.

Nur 362 Anrufe wurden direkt über die Notrufnummer 112 getätigt und daraus resultierten in Dresden sowie in den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge zwölf Einsätze wegen Bränden.

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Die anderen knapp 1278 Meldungen gingen wegen Krankentransporten oder sonstigen Problemen ein. So mussten allein am heutigen Donnerstag insgesamt 267 kranke Leute mit dem Rettungswagen irgendwohin transportiert werden.

Zu den spektakulärsten Einsätzen des Tages gehörte sicherlich ein Brand in Cossebaude. Dabei musste sogar eine Person aus einer brennenden Wohnung befreit werden!

Feuerwehr zeigt Abläufe, die normale Bürger sonst nie mitbekommen

Auch wenn es nicht brennt, muss die Feuerwehr zu allen möglichen Einsätzen ausrücken.
Auch wenn es nicht brennt, muss die Feuerwehr zu allen möglichen Einsätzen ausrücken.  © Max Patzig

Wie TAG24 von Michael Klahre, dem Pressesprecher der Dresdner Feuerwehr, erfahren hat, war das Einsatzgeschehen ansonsten relativ ruhig. Das läge auch am Corona-Lockdown, so Klahre.

Deshalb gab es auch etliche Einsätze wegen vergleichsweise kleinen Notfällen. Zum Beispiel hatte sich um 10 Uhr ein Reh in einem Zaun in der Albertstadt verfangen und um 17 Uhr musste ein Krankenwagen ausrücken, weil sich in Zschertnitz ein Kind beim Schlittenfahren eine Platzwunde zugezogen hatte.

Ein kleines "Malheur" zwischendurch gab es auch zu beklagen: Um 12 Uhr wurde bei einem Rettungswagen im Stadtteil Johannstadt der Außenspiegel beschädigt, doch auch da war Rettung gleich zur Stelle.

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Laut Michael Klahre war der Tag insgesamt "ein voller Erfolg". Denn die Feuerwehr konnte durch die sozialen Medien sowie drei YouTube-Livestreams einen tiefen Einblick in Abläufe gewähren, von denen die normalen Bürger sonst nie etwas mitbekommen.

Übrigens fand das "Twittergewitter" nicht nur in Dresden statt: 55 Berufsfeuerwehren aus ganz Deutschland nahmen heute an der Aktion teil, denn der 11. Februar gilt als Europäischer Tag des Notrufs 112.

Titelfoto: Feuerwehr Dresden

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