Teurer Spaß: Drohne hängt im Glockenturm der Gedächtniskirche fest

Berlin - Für diesen kurzen Spaß dürfte der Besitzer tief in die Tasche greifen müssen. Eine Drohne flog gegen 1 Uhr morgens über den Berliner Breitscheidplatz. Das ist nicht nur verboten, sondern zu allem Überfluss endete der Flug auch noch im Glockenturm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Feuerwehrleute versuchen mit einer Drehleiter an die Drohne zu kommen.
Feuerwehrleute versuchen mit einer Drehleiter an die Drohne zu kommen.  © Morris Pudwell

In rund 37 Metern Höhe verkeilte sich das Fluggerät und war nicht mehr herauszubekommen. Im Fall eines Absturzes hätte die Drohne Passanten ernsthaft verletzen können.

Nach TAG24-Informationen informierte der Besitzer selbst die Feuerwehr. Da die Bergung mit einer Drehleiter nicht klappte, musste eine andere Lösung her - und das könnte für den Mann richtig teuer werden.

Erst mithilfe eines Teleskopmasts des technischen Dienstes gelang es den Feuerwehrleuten, die Drohne zu bergen. Hierfür musste die Tauentzienstraße Richtung Kurfürstendamm voll gesperrt werden.

Eine Feuerwehrmann hat es geschafft und zeigt die Drohne.
Eine Feuerwehrmann hat es geschafft und zeigt die Drohne.  © Morris Pudwell

Hinzu kommt noch Ärger mit der Polizei, denn dem "Piloten" erwarten nun vermutlich gleich mehrere Anzeigen: Verstoß gegen das Bundesluftfahrtgesetz, gefährlicher Eingriff in den Flugverkehr, fliegen in einer Flugverbotszone und gegebenenfalls Sachbeschädigung.

Update, 11.34 Uhr: Zwei Männer wollten Gedächtniskirche filmen

Zwei Männer hätten das Fluggerät am Sonntagmorgen ferngesteuert, um Filmaufnahmen von der berühmten Kirche am Breitscheidplatz zu machen, wie ein Sprecher des polizeilichen Lagedienstes mitteilte. Es habe sich um keinen Anschlag gehandelt, niemand sei verletzt worden.

"Die Drohne hatte anscheinend einen schwachen Akku und blieb gegen 1.00 Uhr in einer Wabe der Eiermann-Fassade hängen." Vermutlich habe eine Windböe die Drohne gegen den Glockenturm gedrückt. Rund um die Gedächtniskirche herrscht eine Flugverbotszone. Dies hätten die beiden 27 und 31-jährigen offenbar nicht gewusst, sagte der Sprecher. Sie müssten sich nun wegen Verstoßes gegen die Luftfahrtregeln verantworten.

Titelfoto: Morris Pudwell

Mehr zum Thema Feuerwehreinsätze:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0