Familie klagt über Unwohlsein: Wenig später landen alle vier in einer Spezialklinik

Bonn - In Bonn ist eine vierköpfige Familie am Mittwoch mit CO-Vergiftungen in eine Spezialklinik eingeliefert worden. Ein Grill mit noch glimmenden Holzkohlen hatte das gefährliche Gas in der Wohnung verteilt.

Die Bonner Feuerwehr rückte am Mittwochmorgen zu einem Einsatz im Stadtteil Hardtberg aus.
Die Bonner Feuerwehr rückte am Mittwochmorgen zu einem Einsatz im Stadtteil Hardtberg aus.  © Feuerwehr Bonn

Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte, dass die Kameraden am frühen Morgen gegen 5 Uhr zu der Wohnung an der Gottfried-Kinkel-Straße im Stadtteil Hardtberg alarmiert worden waren.

Eine vierköpfige Familie hatte demnach über andauerndes Unwohlsein und akute Kreislaufprobleme geklagt.

"Die Besatzung des erst eintreffenden Rettungswagens stellte unmittelbar eine hohe Konzentration des gesundheitsgefährdenden Gases Kohlenmonoxid (CO) fest", schilderte der Sprecher.

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Routinemäßig mitgeführte CO-Warngeräte hätten Alarm geschlagen.

Sofort räumten die Einsatzkräfte daraufhin den betroffenen Bereich und alarmierten weitere Rettungskräfte.

Die Familie wurde medizinisch versorgt, während Atemschutztrupps der Feuerwehr mit speziellen Messgeräten die betroffene Wohnung erkundeten und die hohen CO-Werte bestätigten.

Die Ursache für die gefährliche Gaskonzentration in den Räumlichkeiten war rasch gefunden: So hatte die Familie am Abend zuvor einen Grill mit noch glimmenden Holzkohlen vom Balkon in die Wohnung gestellt.

"Alle Familienmitglieder mussten nach einer notärztlichen Untersuchung für die weitere Behandlung in eine Spezialklinik nach Düsseldorf", erklärte der Sprecher.

Nach umfangreichen Lüftungsmaßnahmen und Folgemessungen war der Einsatz für die Kameraden gegen 6.30 Uhr beendet.

Feuerwehr warnt vor Gefahr durch Kohlenmonoxid

Die Feuerwehr appellierte an Bürger, Heizungen, Gasthermen und Durchlauferhitzer regelmäßig zu warten.
Die Feuerwehr appellierte an Bürger, Heizungen, Gasthermen und Durchlauferhitzer regelmäßig zu warten.  © Sebastian Gollnow/dpa

Die Feuerwehr warnte am Ende ihrer Mitteilung ausdrücklich vor der Gefahr durch Kohlenmonoxid:

"Das farb- und geruchslose [...] Gas entsteht bei der unvollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Kraft- und Brennstoffe. Besonders unter Sauerstoffmangel werden schnell lebensbedrohliche Konzentrationen erreicht", hieß es.

"Ein Holzkohlegrill oder ein Heizstrahler [...] dürfen niemals in Wohnungen oder anderen geschlossenen Räumen benutzt werden."

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Heizungen, Gasthermen und Durchlauferhitzer sollten zudem regelmäßig gewartet werden, wie die Kameraden appellierten.

Titelfoto: Feuerwehr Bonn

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