Großbrand in Hamburg: Feuer nach 36 Stunden gelöscht

Hamburg - Mehr als 24 Stunden nach dem Ausbruch eines Feuers in einer Lagerhalle in Hamburg-Wilhelmsburg an der Grenze zur Veddel dauern die Löscharbeiten noch immer an.

Eine riesige Rauchwolke ist während der Löscharbeiten im Stadtteil Wilhelmsburg zu sehen.
Eine riesige Rauchwolke ist während der Löscharbeiten im Stadtteil Wilhelmsburg zu sehen.  © Citynewstv/dpa

Auch am Donnerstagmorgen war zunächst kein Ende in Sicht, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. "Die Nachlöscharbeiten in Hamburg Wilhelmsburg wurden unter dem stetigen Austausch der Einsatzkräfte die ganze Nacht über fortgeführt", twitterte die Feuerwehr am Donnerstag zudem.

Insgesamt seien 90 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, der Berufsfeuerwehr sowie des Technischen Hilfswerks vor Ort. Bereits am Mittwoch hatten bis zu 150 Feuerwehrleute stundenlang gegen die Flammen gekämpft.

Die amtliche Warnung der Feuerwehr wegen starker Rauchentwicklung konnte am Donnerstag wieder aufgehoben werden.

Etwa 24 Stunden lang wurden Anwohner angehalten, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Am Donnerstagmorgen seien die südlichen Stadtteile Hamburgs zwar weiterhin von der Rauchentwicklung betroffen gewesen - allerdings in deutlich geringerem Ausmaß, sagte ein Sprecher. Die Lagerhalle ist rund 60 mal 40 Meter groß. Die Polizei konnte zunächst keine Angaben zur Brandursache machen.

Der Einsatz der Feuerwehr wurde durch Starkwind, Schnee und Graupel teils erheblich erschwert.

Innensenator Andy Grote (52, SPD) dankte den Einsatzkräften am Mittwochabend für deren "nervenzehrenden und kraftraubenden Einsatz".

Update, 18.51 Uhr: Lagerhallenbrand gelöscht

Fast 36 Stunden nach dem ersten Feueralarm haben die Einsatzkräfte den Brand in Hamburg-Wilhelmsburg endlich gelöscht. Am Donnerstag um 17.15 Uhr erfolgte die offizielle Mitteilung "Feuer gelöscht" für den größten Feuerwehreinsatz seit neun Jahren, wie ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr mitteilte.

Am Donnerstagabend ging der Einsatz mit deutlich verringerten Kräften noch weiter.

Die Feuerwehr hatte am Donnerstag noch alle Hände voll zu tun. Auf dem Gelände waren noch rund 70 Einsatzkräfte der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr damit beschäftigt, die letzten Glut- und Wärmenester zu löschen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

Mit Radladern und Baggern wurden Trümmer der Lagerhallen im Stadtteil Wilhelmsburg beiseite geräumt. Der Lagerhallenkomplex brach wegen des Feuers komplett zusammen und brannte bis auf die Grundmauern nieder. "Das liegt alles in Schutt und Asche. Nur ein paar Betonpfeiler ragen noch in den Himmel."

Warum der Lagerhallenkomplex, in dem Kartonagen, Nüsse und Cashewkerne gelagert wurden und zu dem auch ein Bürokomplex gehörte, in Brand geraten war, müssen nun die Experten des Landeskriminalamtes klären. Am Donnerstag war die Brandursache weiter unklar.

Zur Schadenshöhe konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Verletzt wurde durch das Feuer niemand.

Titelfoto: Citynewstv/dpa

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