Über 250 Feuerwehrleute extrem gefordert: Pferdestall brennt lichterloh!

Leibnitz (Österreich) - In der Steiermark brannte diese Woche ein kompletter Pferdestall ab. Für die Feuerwehr war es ein extremer Einsatz, der über einen Tag dauerte.

In Leibnitz brannte dieser Pferdestall komplett aus. Sieben Tiere starben.
In Leibnitz brannte dieser Pferdestall komplett aus. Sieben Tiere starben.  © YouTube/Marvin TheFlyingRobot

Am Dienstagmittag brach in Leibnitz ein Feuer aus, welches nur schwer unter Kontrolle zu bekommen war, wie die örtliche Feuerwehr berichtete.

Demnach zogen bereits bei der Anfahrt zu dem Gestüt "dichte Rauchschwaden über das Leibnitzer Stadtgebiet". Ein Video von einem Drohnenflug über dem Ort belegt dies eindrucksvoll.

Als die Rettungskräfte auf dem Hof ankamen, wurden sie direkt von vielen Schaulustigen erwartet. Die Feuerwehrleute finden dafür klare Worte: "Das sollte nicht sein!", schrieben sie in ihrem Bericht.

Ein Stall brannte zu diesem Zeitpunkt bereits komplett. In einem zweiten fing das Feuer gerade mit lodern an.

"Die anwesenden Personen [Anm. d. Red.: auf dem Reiterhof] waren gerade dabei, so viele Pferde wie möglich in Sicherheit zu bringen", berichteten die Kameraden. Doch nicht alle Tiere konnten gerettet werden. 

Siebe Pferde starben in dem Feuer, mehrere flohen.

Feuer weitete sich kontinuierlich aus

Vom Stall ist kaum etwas übrig.
Vom Stall ist kaum etwas übrig.  © Feuerwehr Leibnitz/Michael Gratzer

Wie die Feuerwehrleute weiter berichteten, hat starker Wind das Löschen der Ställe enorm erschwert.

Die Asche soll demnach mehrere Hundert Meter weit geflogen sein, wo sie anschließend immer wieder neue Brände verursachte. So stand beispielsweise eine Böschung an einer Zufahrtsstraße in Brand.

Immer wieder alarmierten die Einsatzkräfte weitere Löscheinheiten nach, um das große Feuer in den Griff zu bekommen und sich um die kleinen Neubrände zu kümmern. 

Vor allem ein Problem beschäftigte die Kameraden zu dem Zeitpunkt: "In der unmittelbaren Nähe stand kein Hydrant zur Verfügung", schrieben sie. Deshalb mussten weitere Wassertankfahrzeuge angefordert werden, die Wasser zum Löschen bereitstellten. 

Insgesamt summierte sich die Anzahl an Feuerwehrleuten deshalb auf über 250, die mit mehr als 50 Einsatzwagen zum Einsatz anrückten.

Drohnenflug über Leibnitz und den Feuer-Stall

Einsatz dauerte über 24 Stunden

Während des Großeinsatzes kam es weiter zu Bränden auf der Böschung, die jedoch jedes Mal rasch unter Kontrolle gewesen sein sollen. Anders, als beim Pferdestall.

Erst am Nachmittag war dort das Feuer unter Kontrolle. Die Kameraden deckten anschließend das Dach ab, um Glutnester im Dachstuhl zu löschen und beobachten zu können.

Warum das Feuer so lange loderte, wurde beim Aufräumen endgültig geklärt: Der Stall-Bau wurde mit haufenweise Holzbalken gebaut. Auch lag natürlich überall Heu und Stroh herum, das quasi als Brandbeschleuniger fungierte.

Nach insgesamt 24 Stunden und vier Minuten war der Feuerwehreinsatz beendet. Verletzt wurde dabei niemand. Auch ein Übergreifen auf das benachbarte Wohnhaus konnte verhindert werden.

Die Polizei ermittelt nun, wie es zu dem Großbrand kommen konnte. Zwar starben sieben Pferde, acht wurden jedoch wiedergefunden, nachdem sie ausgebüxt waren. 

Titelfoto: YouTube/Marvin TheFlyingRobot

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