Feuerwehrmänner als Brandstifter? Prozess wegen Mordversuchs in Darmstadt

Darmstadt – Zwei Feuerwehrmänner einer freiwilligen Feuerwehr in Offenbach stehen vom heutigen Donnerstag (9 Uhr) an in Darmstadt vor Gericht.

Zwei Feuerwehrmänner aus Offenbach sind als Brandstifter angeklagt (Symbolbild).
Zwei Feuerwehrmänner aus Offenbach sind als Brandstifter angeklagt (Symbolbild).  © Montage: dpa/Becker&Bredel, dpa/Julian Stratenschulte

Wegen Mordversuchs und Brandstiftung müssen sie sich vor dem Darmstädter Landgericht verantworten.

Die beiden 20 und 21 Jahre alten Männer sollen Ende Oktober vergangenen Jahres zwei Kellerbrände in einem achtstöckigen Wohnhaus im Offenbacher Stadtteil Lauterborn gelegt haben.

Laut Anklage sollen die beiden Angeklagten mit deutscher Staatsangehörigkeit aus einem übersteigerten Geltungsdrang heraus das Feuer gelegt haben. 

Angeblich wollten sich die Feuerwehrmänner danach bei der Brandbekämpfung besonders engagieren.

Mehrere der über 40 Hausbewohner waren nach dem Brand in Offenbach-Lauterborn wegen des eingeatmeten Rauchgases ärztlich behandelt worden.

Update, 15.20 Uhr: Freiwillige Feuerwehrmänner gestehen Brandstiftung in Hochhaus

Nach einem Feuer in einem Hochhaus haben zwei freiwillige Feuerwehrleute am Donnerstag zum Prozessauftakt vor dem Darmstädter Landgericht die Brandstiftung gestanden. Die 21 und 22 Jahre alten Deutschen sind wegen Mordversuchs an 43 Bewohnern, Körperverletzung und Brandstiftung angeklagt. Sie sollen das Feuer am 31. Oktober vergangenen Jahres im Keller des achtstöckigen Wohnhauses in Offenbach gelegt haben.

Die beiden Männer hatten sich nach eigenen Angaben über eine Textnachricht zur der Tat verabredet. Der Brand wurde in dem Haus gelegt, in dem der 21-Jährige mit seiner Mutter wohnte. Man habe das Haus ausgesucht, weil der Keller eine Brandschutztür gehabt habe. Beide Männer aus Offenbach waren gleich nach der Brandstiftung zur Freiwilligen Feuerwehr geradelt. 

"Damit wir auf das erste Fahrzeug und in den Angriffstrupp kommen", sagten sie. "Wir beide wollten als Helden dastehen", erklärten sie ihr Motiv.

Titelfoto: Montage: dpa/Becker&Bredel, dpa/Julian Stratenschulte

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