Feuerwehr rettet eingeschlossene Kinder bei Kellerbrand!

Aktualisiert am 5. Dezember, 13.55 Uhr

Laußig - Sie waren in einer Wohnung eingeschlossen, als der giftige Rauch durch ihr Haus zog.

Eineinhalb Stunden kämpften die Kameraden der Feuerwehr gegen die Flammen. Dann war der Brand endlich gelöscht.
Eineinhalb Stunden kämpften die Kameraden der Feuerwehr gegen die Flammen. Dann war der Brand endlich gelöscht.  © LausitzNews/Franz Schurig

Bei einem Kellerbrand an der Dübener Straße in Laußig (Nordsachsen) hat die Feuerwehr am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr vier Kinder (weiblich 2 und 4, männlich 8 und 12) gerettet.

Durch das Feuer hatten sich giftige Dämpfe gebildet und sowohl im Haus als auch im Nebengebäude verteilt. Der Grund war offenbar brennender Unrat. Wie dieser in Flammen aufgehen konnte, ist jedoch aktuell noch unklar. Die Polizei ermittelt.

Die vier Kinder, die in einer Wohnung eingeschlossen waren, wurden von der Feuerwehr per Drehleiter befreit. Alle vier sollen eine Rauchgasvergiftung erlitten haben, kamen anschließend zur Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus.

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Während die Jungs nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden konnten, mussten die Mädchen zur weiteren Beobachtung in der Klinik bleiben.

Mehr als eineinhalb Stunden waren die knapp 30 Kameraden im Einsatz, bis der Brand gelöscht war.

Die Wohnungen der beiden betroffenen Mehrfamilienhäuser waren nicht mehr bewohnbar, auch die Flure und Kellerbereiche waren vollkommen verrußt. Der entstandene Gesamtsachschaden konnte noch nicht genau beziffert werden.

Wie der Unrat in Brand geraten war, ermittelt nun die Polizei.
Wie der Unrat in Brand geraten war, ermittelt nun die Polizei.  © LausitzNews/Franz Schurig

Weitere Verletzte gab es glücklicherweise nicht. Die anderen Mieter des Hauses konnten sich zum Teil selbst befreien, andere wurden von der Feuerwehr vorsorglich evakuiert. Einige von ihnen mussten in Ausweichwohnungen gebracht werden, da ihr eigenes Zuhause nicht mehr bewohnbar war.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen.

Titelfoto: LausitzNews/Franz Schurig

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