Feuerwehreinsatz an der 119 Jahre alten Schwebebahn: Was war denn hier los?

Dresden - Für den Ernstfall seilte sich die Feuerwehr am gestrigen Mittwoch an der Schwebebahn ab. Wie die Vergangenheit zeigte, blieb die heute 119 Jahre alte Bahn schon aus den unterschiedlichsten Gründen hängen.

Jährlich wird das Abseilen aus der Bahn geübt.
Jährlich wird das Abseilen aus der Bahn geübt.  © Norbert Neumann

22 Kameraden waren Mittwochvormittag im Einsatz zur jährlichen Rettungsübung, bei der das Abseilen aus dem hängenden Wagen (bis zu 13 Meter über dem Boden) geübt wurde. 

Denn durch die Hanglage ist das Aufstellen einer Leiter nicht überall möglich. 

Bis zu 13 Meter vom Boden entfernt, kann die Schwebebahn steckenbleiben.
Bis zu 13 Meter vom Boden entfernt, kann die Schwebebahn steckenbleiben.  © Norbert Neumann

Feuerwehr mit dem Ergebnis zufrieden

An einem Mast kletterten die Feuerwehrmänner auf die Bahn

Über eine Notluke im Dach gelangten sie dann in den Waggon, statteten die Fahrgäste mit Klettergurten aus und ließen sie anschließend langsam am Seil zu Boden.

"Es hat alles sehr gut geklappt", freut sich Feuerwehrsprecher Michael Klahre (40). "Solche Einsätze sind nicht alltäglich und müssen geübt werden." 

Die Übung wurde am gestrigen Mittwoch gut vorbereitet.
Die Übung wurde am gestrigen Mittwoch gut vorbereitet.  © Norbert Neumann

Schwebebahn-Unfälle geschehen immer wieder

In der Vergangenheit hatte es mehrere Havarien gegeben: 1932 rammte ein Möbellaster einen Wagen, 1962 sprang ein Zugseil aus einer Trommel. Beim Reparaturversuch kam die Bahnleiterin ums Leben, 1998 entgleiste ein Wagen.

Zuletzt am 28. Oktober 2014 kollidierte am Veilchenweg eine Kabine mit einem abgeparkten Lastwagen (TAG24 berichtete). Damals rettete die Feuerwehr 43 Fahrgäste. 

2014 kollidierte ein Laster mit der Kabine.
2014 kollidierte ein Laster mit der Kabine.  © Ove Landgraf

2019 transportierte die Schwebebahn knapp 300. 000 Passagiere auf ihrer 273,80 Meter langen Fahrstrecke (Höhenunterschied: 84,2 Meter).

Titelfoto: Ove Landgraf, Norbert Neumann

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