Flammen schlagen aus Rettungswache: Feuerwehr im Großeinsatz

Winsen - Großeinsatz für die Feuerwehr an der Rettungswache in Winsen (Niedersachsen): Am Freitag schlugen Flammen aus dem Gebäude direkt neben dem Krankenhaus.

Feuerwehrleute löschen von einer Drehleiter aus den Dachbrand.
Feuerwehrleute löschen von einer Drehleiter aus den Dachbrand.  © Blaulicht-News.de

Der Brand brach gegen 22.15 Uhr aus. Eine Zeugin meldete dem Notruf Feuerschein im Bereich hinter der DRK-Rettungswache an der Friedrich-Lichtenauer-Allee, teilte die Polizei mit.

Die eintreffenden Beamten sahen, dass ein hölzerner Müllverschlag an der Gebäuderückwand in Flammen stand und das Feuer bereits auf das Dach des Verwaltungstrakts übergegriffen hatte.

An den Büroteil des Gebäudes grenzen direkt die Rettungswache des Landkreises und ein Wohnhaus an. Die vier Fahrzeuge des Rettungsdienstes wurden rechtzeitig sicher aus der Halle gefahren.

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Durch den Einsatz von zwei Drehleitern sowie Löschangriffen vom Boden aus konnte ein Übergreifen der Flammen auf die weiteren Gebäudeteile verhindert werden, teilte die Freiwillige Feuerwehr Winsen mit.

Während der Löscharbeiten gingen Feuerwehrleute unter Atemschutz ins Gebäude und retteten wichtige Unterlagen aus den brennenden Büros.

Nach zwei Stunden war das Feuer zwar aus, doch um mögliche Glutnester zu finden, musste das Dach geöffnet werden. Bei den Nachlöscharbeiten kam auch eine Drohne zum Einsatz. Erst am frühen Morgen war der Einsatz beendet. Insgesamt waren sechs Feuerwehren mit 100 Helfern im Einsatz.

War es Brandstiftung?

Flammen schlagen aus der brennenden Rettungswache in Winsen.
Flammen schlagen aus der brennenden Rettungswache in Winsen.  © Blaulicht-News.de

Es gab keine Verletzten bei dem Feuer. Die Mitarbeiter der Rettungswache konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Der Verwaltungstrakt wurde durch Feuer und Löschwasser nach Polizeiangaben weitestgehend zerstört. Die Rettungswache kann derzeit wegen des eingedrungenen Qualms nicht benutzt werden.

Um dennoch im Notfall zu Einsätzen im Landkreis Harburg fahren zu können, sind vorübergehend ein Rettungswagen bei der Feuerwehr in Winsen und einen weiterer bei der Feuerwehr in Stöckte untergebracht.

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Die Schadenhöhe wird auf mindestens 400.000 Euro geschätzt.

Die Brandursache ist unklar. Entgegen anderslautender Berichte geht die Polizei nicht von Brandstiftung aus, sie schließt sie allerdings nicht aus. Im Umfeld wurden Personalien mehrerer Zeugen und Schaulustiger aufgenommen.

Die Polizei ermittelt und hat den Brandort beschlagnahmt. Hinweise nehmen die Ermittler unter der Telefonnummer 04171 7960 entgegen.

Titelfoto: Blaulicht-News.de

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