Flutopfer im Braunkohle-Tagebau: Suche nach RWE-Mitarbeiter bislang erfolglos

Inden/Aachen - Die Suche nach einem im Braunkohletagebau Inden bei Aachen vermissten Mitarbeiter des Energieunternehmens RWE blieb am Freitag erfolglos - er wurde von Wassermassen mitgerissen.

Der Tagebau Inden bei Aachen wurde von Wassermassen aus dem Fluss Inde überspült.
Der Tagebau Inden bei Aachen wurde von Wassermassen aus dem Fluss Inde überspült.  © Alexander Forstreuter/dpa

Das Unternehmen geht nicht mehr davon aus, dass der 58-Jährige noch lebend gefunden wird, wie RWE am Abend mitteilte.

Am Morgen sei über dem überschwemmten Gebiet eine Drohne zum Einsatz gekommen, sagte ein RWE-Sprecher.

In der Nacht und am Tag haben Feuerwehr, DLRG, Polizei und Mitarbeiter am Boden und aus der Luft über Stunden gesucht.

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Bei dem Angestellten einer Partnerfirma handelt es sich um einen Geräteführer, der eine Raupe gefahren hatte.

Dass nach dem Mitarbeiter gesucht wird, hatte RWE am Donnerstagmittag mitgeteilt.

Der vor einigen Jahren wegen des Tagebaus umgelegte Fluss Inde hatte sich nach schweren Regenfällen ein neues Bett gegraben und strömte unkontrolliert in den Braunkohletagebau Inden.
Der vor einigen Jahren wegen des Tagebaus umgelegte Fluss Inde hatte sich nach schweren Regenfällen ein neues Bett gegraben und strömte unkontrolliert in den Braunkohletagebau Inden.  © Olaf Rossbroich/dpa

Fluss Inde lief in Tagebau

Der Hochwasser führende Fluss Inde war am Donnerstagmorgen bei Lamersdorf über den Deich getreten und in die Tagebaugrube geflossen.

Der Abbaubetrieb wurde unterbrochen. Am Freitag war die Inde nach Angaben des Sprechers weitgehend in ihr Bett zurückgekehrt.

Auf dem Boden des Tagebaus gebe es aber noch Bereiche, wo Wasser stehe.

Titelfoto: Alexander Forstreuter/dpa

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