Gesundheitsamt nach Brandanschlag zerstört: Staatsschutz eingeschaltet

Altenkirchen - Unbekannte haben auf das Gesundheitsamt in Altenkirchen (Westerwaldkreis) in der Nacht von Freitag auf Samstag einen Brandanschlag verübt.

Der Eingangsbereich des Gesundheitsamt in Altenkirchen muss komplett renoviert werden.
Der Eingangsbereich des Gesundheitsamt in Altenkirchen muss komplett renoviert werden.  © Thomas Frey/dpa

Gegen zwei Uhr morgens haben Zeugen ein Feuer vor dem Haus bemerkt, in dem das Gesundheitsamt des Kreises Altenkirchen seinen Sitz hat.

Die angerückte Feuerwehr konnte die Flammen schnell unter Kontrolle bringen. Durch die Hitze des Feuers platzten allerdings die Glasscheiben der Eingangstür und Teile der Fassade verrußten. Der Eingangsbereich des Gebäudes wurde komplett zerstört.

Nach Angaben der Kreisverwaltungen sind außerdem mehrere Büros aufgrund von Rußschäden nicht mehr nutzbar. Dies schränke die Arbeitsmöglichkeiten des Amts ein.

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Der Staatsschutz sei eingeschaltet worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Erkenntnisse zu den Tätern gebe es derzeit nicht.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der oder die Unbekannten eine brennbare Flüssigkeit vor dem Gebäude ausgossen und anzündeten.

Der Schaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt. Menschen kamen nach Angaben der Polizei nicht zu Schaden.

Landrat zeigt sich entsetzt

"Ich bin sprachlos angesichts dieser Niedertracht", sagte Landrat Dr. Peter Enders (62) in einem ersten Statement.

"Die Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt arbeiten seit eineinhalb Jahren weit über dem Limit und müssen jetzt auch noch Angst um ihre Sicherheit haben? Das ist entsetzlich! Wir treffen jetzt umgehend technische und personelle Vorkehrungen, um die Sicherheit des Teams zu gewährleisten. Wir stehen dazu mit der Polizei in Kontakt."

Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache. Zeugen, die in der Nacht von Freitag auf Samstag verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalinspektion Betzdorf unter 02741-9260 oder einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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