Großbrand in Gohrischheide verschärft: Jetzt sollen Panzer und schwere Maschinen anrücken!

Zeithain/Wülknitz - Die Hitze und drehender Wind hat die Lage beim Waldbrand in der sächsischen Gohrischheide (Landkreis Meißen) an der Grenze zu Brandenburg am Montag kurzzeitig verschärft.

Rauch des Brandes in der Gohrischheide steigt über dem Dorf Lichtensee (Landkreis Meißen) auf.
Rauch des Brandes in der Gohrischheide steigt über dem Dorf Lichtensee (Landkreis Meißen) auf.  © dpa/Sebastian Willnow

An einem der Wege, die das Brandgebiet abschlossen, sei das Feuer Richtung Norden übergesprungen, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr Zeithain der Deutschen Presse-Agentur. Der Brand sei jetzt wieder unter Kontrolle, dank Löschhubschrauber-Einsatz. "Die Helikopter haben es etwas entspannt."

Zudem wird eine Waldrückmaschine aus Gießen (Hessen) erwartet, die gepanzert ist und Schneisen in das munitionsverseuchte Areal eines ehemaligen Truppenübungsplatzes schneidet.

"Die Einsatzkräfte können derzeit nicht dort rein, stehen am Rand fünf Meter entfernt auf den Wegen und warten, bis das Feuer ran ist", sagte die Sprecherin. Auch die angekündigten Bundeswehrpanzer sollen bald da sein.

Feuerwehreinsatz kurz vor Mitternacht: Transporter in Vollbrand
Feuerwehreinsätze Feuerwehreinsatz kurz vor Mitternacht: Transporter in Vollbrand

Wegen der Rauchentwicklung wurde die Einsatzleitung aus dem Wald nach Lichtensee, einem Ortsteil von Wülknitz, verlegt.

"Wir hoffen, dass der für die Nacht angekündigte Regen nicht wieder vorbeizieht und die Lage entspannt", sagte die Feuerwehrsprecherin.

Die Lage hatte sich zwischenzeitlich beruhigt. Doch der Waldbrand flammte neu auf.
Die Lage hatte sich zwischenzeitlich beruhigt. Doch der Waldbrand flammte neu auf.  © DPA/Robert Michael

Der Großbrand war vergangenen Donnerstag in der Gohrischheide ausgebrochen und hatte sich am Freitag in Richtung Mühlberg (Brandenburg) ausgeweitet. Zeitweise standen mehr als 800 Hektar in Flammen, davon etwa 500 Hektar auf sächsischer Seite.

In der Spitze waren dort bis zu 160 Feuerwehrleute im Einsatz.

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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