Großbrand in Tapetenfabrik bei Marburg: drei Verletzte, 250 Feuerwehrleute im Einsatz

Kirchhain/Marburg - Auf dem Areal einer Tapetenfabrik im mittelhessischen Kirchhain (Landkreis Marburg-Biedenkopf) ist am Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen, bei dem drei Personen verletzt wurden.

Rund 250 Feuerwehrleute waren in der Nacht auf Freitag beim Großbrand in der Papierfabrik bei Marburg im Einsatz.
Rund 250 Feuerwehrleute waren in der Nacht auf Freitag beim Großbrand in der Papierfabrik bei Marburg im Einsatz.  © DPA/Nadine Weigel

Die Männer im Alter von 29, 31 und 35 Jahren seien wegen Schmerzen und des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Lebensgefahr habe nicht bestanden.

Aus derzeit noch unbekannten Gründen kam es nach einem lauten Knall gegen 20.15 Uhr offenbar in der Schlosserei der Fabrik zu einem Brand, wie es hieß.

Nach Angaben von Mitarbeitern sei es allen Anwesenden gelungen, das brennende Gebäude rechtzeitig zu verlassen.

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Laut Polizeiangaben konnten die rund 250 Feuerwehrleute den Brand gegen Mitternacht unter Kontrolle bringen und verhindern, dass die Flammen auf weitere Gebäudeteile übergriffen.

Die Löscharbeiten gestalteten sich demnach aufgrund ausgelaufener, entzündlicher Betriebsstoffe als schwierig. Sie dauerten laut Polizei bis in die frühen Morgenstunden.

Fenster sollen geschlossen halten werden, aber keine Gefahr durch Rauchentwicklung

Wegen der starken Rauchentwicklung bat die Polizei Anwohner, ihre Türen und Fenster geschlossen zu halten - und nicht zum Brandort zu kommen, um die Lösch- und Rettungsarbeiten und auch sich selbst nicht zu gefährden.

Am frühen Freitagmorgen gab die Polizei Entwarnung: Von der Feuerwehr durchgeführte Messungen hätten keine Schadstoffe in der Luft festgestellt, sodass keine Gefahr mehr durch die Rauchentwicklung bestehe.

Aufgrund des Brandgeruchs rieten die Einsatzkräfte dennoch dazu, Fenster weiterhin geschlossen zu halten. Über die Schadenhöhe war zunächst nichts bekannt. Die Kriminalpolizei Marburg nahm die Ermittlungen auf.

Titelfoto: DPA/Nadine Weigel

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