Jede Sekunde zählte! Hotelgast stürzt in zehn Meter tiefen Versorgungsschacht

Hanau - Wahrhaftige Belastungsprobe für die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Der Gast eines Hotels stürzte in einen zehn Meter tiefen Versorgungsschacht. Die Rettung stellte sich als äußerst kompliziert dar.

Gewaltige Belastungsprobe für die Höhenrettung der Feuerwehr in Hanau. Ein Gast eines Hotels in der Innenstadt war in einen Versorgungsschacht gestürzt.
Gewaltige Belastungsprobe für die Höhenrettung der Feuerwehr in Hanau. Ein Gast eines Hotels in der Innenstadt war in einen Versorgungsschacht gestürzt.  © Montage: Facebook/Feuerwehr Hanau

Wie ein Sprecher der Feuerwehr im südosthessischen Hanau im Main-Kinzig-Kreis am Samstagabend mitteilte, sei bei der zuständigen Leitstelle gegen 2.30 Uhr am Morgen ein dramatischer Notruf eingegangen.

Wie der Anrufer am anderen Ende der Leitung sagte, sei der Gast eines Hotels am Heumarkt in der Hanauer City in einen Versorgungsschacht gestürzt, der eine Tiefe von circa zehn Meter habe. Wie es um den Zustand des männlichen Hotelgastes bestellt war, konnte zum Zeitpunkt des Notrufs noch keiner sagen.

Umgehend machten sich die Brandmeister mit einem größeren Aufgebot in Richtung des Etablissements, wo der diensthabende Zugführer aufgrund der Enge des Schachtes letztlich zu dem Entschluss kam, dass nur die Höhenrettung die schnellstmögliche Rettung des Gestürzten gewährleisten könne.

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Einer von ihnen seilte sich direkt zum hilflosen Mann herab, der sich durch den Sturz schwere Verletzungen zugezogen hatte. Weitere Gerätschaften und eine akribische Vorbereitung des verletzten Hotelgastes waren von Nöten, um den Mann schließlich aus seiner Lage zu befreien.

Schwierig wurde die Bergung vor allem aufgrund der im gesamten Gebäude kompliziert verlaufenden Rohrleitungen, die teilweise einen Durchmesser von gerade einmal 50 auf 40 Zentimeter aufwiesen.

35 Einsatzkräfte der Feuerwehr für mehr als zweieinhalb Stunden im Einsatz

Am Ende gab es dennoch Entwarnung: Der schwer verletzte Hotelgast konnte geborgen und an den bereits angerückten Notarzt übergeben werden. Nach der Erstversorgung ging es für ihn direkt weiter in eine nahegelegene Klinik.

Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr und Höhenrettung im Einsatz. Gegen 5.15 Uhr konnte die Rettungsmaßnahme nach mehr als zweieinhalb Stunden für beendet erklärt werden.

Titelfoto: Montage: Facebook/Feuerwehr Hanau

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