Schiff kracht in Brücke im Hamburger Hafen: Kapitän betrunken

Hamburg – Sturmtief "Nadia" hinterlässt großes Chaos im Norden: Im Hamburger Hafen hat sich ein Binnenschiff unter einer Brücke festgefahren.

Nichts geht mehr: Das Schiff hängt unter der Brücke fest.
Nichts geht mehr: Das Schiff hängt unter der Brücke fest.  © Lars Ebner

Das Schiff sei beim Durchfahren mit dem Steuerhaus an der Freihafenelbbrücke hängengeblieben und habe sich verklemmt, sagte ein Polizeisprecher am Samstagabend.

Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht. An Bord des Schiffes befanden sich demnach zwei Menschen.

Die genaue Unfallursache war zunächst unklar. Es sei möglich, dass sich der Kapitän wegen des steigenden Wasserstandes der Elbe verschätzt habe. Die Brücke sei gesperrt.

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"Das Schiff klemmt unter der Brücke. Wenn das Wasser weiter steigen sollte, besteht die Gefahr, dass es unter Wasser gedrückt wird und untergeht", sagte der Sprecher weiter. Daher seien nun Schlepper auf dem Weg, um das Schiff freizubekommen.

Die Freihafenelbbrücke von 1926 gilt als Wahrzeichen Hamburgs. Sie führt über die Norderelbe und befindet sich an der nördlichen Grenze des Hafengebietes.

Update, 14 Uhr: Brücke bleibt gesperrt

Der Aufbau wurde schwer beschädigt.
Der Aufbau wurde schwer beschädigt.  © Lars Ebner

Nach der Kollision bleibt die Brücke zunächst für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Der Schaden sei als so bedeutend angesehen worden, dass eine Sperrung der Brücke über einen noch nicht absehbaren Zeitraum notwendig ist, teilte die Polizei Hamburg am Sonntag mit. Die unmittelbar danebenliegende Bahnbrücke ist von der Sperrung nicht betroffen.

Der 44 Jahre alte Schiffsführer sowie ein 45-jähriger Baggerfahrer, die an Bord waren, blieben unverletzt. Beide Männer hatten einen Atemalkoholwert von rund 1,4 Promille. Blutprobenentnahmen wurden angeordnet.

Wegen des am Abend weiter steigenden Hochwassers konnte das Baggerschiff mit Hilfe eines Schiffsassistenzschleppers um 3.30 Uhr frei und am Kirchenpauerkai fest gemacht werden.

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Die genaue Unfallursache war zunächst unklar. Es sei möglich, dass sich der Kapitän wegen des steigenden Wasserstandes der Elbe verschätzt habe, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht auf Sonntag.

Titelfoto: Lars Ebner

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