Junge steigt auf Dach und ist dem Absturz nahe: Feuerwehr verausgabt sich

Essen - Ein sechsjähriger Junge brachte sich am Samstagvormittag in Essen-Frohnhausen selbst in Lebensgefahr, indem er auf das Dach eines Nachbarhauses stieg.

Ein Bild aus der frühen Einsatzphase zeigt die verzwickte bauliche Situation.
Ein Bild aus der frühen Einsatzphase zeigt die verzwickte bauliche Situation.  © Bernd Weichert, Feuerwehr Essen

Was sich der Junge bei der Aktion an der Koppestraße dachte, konnte er selbst noch nicht beantworten.

Ohne Socken und Schuhe, nur mit einer Hose und einem T-Shirt bekleidet, kletterte er aus dem Fenster seines Kinderzimmers auf ein Satteldach und schließlich über ein Nachbarhaus auf ein weiteres Dach.

Ein Nachbar sah das Kind im strömenden Regen sitzen und kletterte bis auf wenige Meter zu ihm hoch, womit er sich allerdings selbst in eine gefährliche Lage brachte.

Die eintreffenden Kameraden der Feuerwehr mussten aufgrund der Carré-Bebauung mit geschlossenem Innenhof rätseln, wie sie den Jungen am besten retten konnten.

Zunächst stieg ein Höhenretter zu dem Kind hinauf und sicherte es durch festes Umklammern. Mit einem Drehleiterkorb konnte er anschließend gerettet werden.

Vorsichtshalber wurden auch Sprungpolster im Innenhof ausgelegt, die allerdings nicht gebraucht wurden.

Der Junge sitzt auf einer Gaube, ein Höhenretter hat bereits Sichtkontakt, der ersthelfende Nachbar redet auf den Jungen ein.
Der Junge sitzt auf einer Gaube, ein Höhenretter hat bereits Sichtkontakt, der ersthelfende Nachbar redet auf den Jungen ein.  © Bernd Weichert, Feuerwehr Essen
Schlussendlich konnte der Junge gerettet und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden.
Schlussendlich konnte der Junge gerettet und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden.  © Bernd Weichert, Feuerwehr Essen

Da sich der Junge eine leichte Unterkühlung eingefangen hatte, wurde er vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Seine Mutter begleitete ihn. Die Erleichterung nach dem geglückten Einsatz war den Kameraden anzumerken.

Titelfoto: Bernd Weichert, Feuerwehr Essen

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