Mehrfamilienhaus-Keller brennt lichterloh: Schon zweites Feuer in wenigen Tagen

Neuss - Überall Rauch, das Haus vorerst unbewohnbar: Am späten Montagabend ist der Keller eines achtstöckigen Mehrfamilienhauses im Neusser Ortsteil Vogelsang ausgebrannt. Über 120 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren vor Ort und kämpften gegen Rauch und Flammen.

Am Montagabend ist der Keller eines Neusser Mehrfamilienhauses in der Daimlerstraße abgebrannt. Mehrere Menschen erlitten eine Rauchvergiftung.
Am Montagabend ist der Keller eines Neusser Mehrfamilienhauses in der Daimlerstraße abgebrannt. Mehrere Menschen erlitten eine Rauchvergiftung.  © Patrick Schüller

Nach Angaben der Feuerwehr geriet das gesamte Kellergeschoss des Mehrfamilienhauses auf der Daimlerstraße gegen 23.30 Uhr in Brand. 

Als die Einsatzkräfte an dem brennenden Haus eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus allen Kellerfenstern. 

Wie die Neusser Feuerwehr berichtete, konnten sich 15 Menschen durch das verrauchte Treppenhaus retten. Allerdings war der Rauch zu diesem Zeitpunkt bereits so dicht, dass sich mehrere Personen eine Rauchvergiftung zuzogen.

Die Feuerwehr erhöhte daraufhin die Alarmstufe,  forderte mehr Rettungskräfte und gleich sieben weitere Löschzüge an. 

Es wurde die MANV-Lage (Massenanfall von Verletzten) ausgerufen, teilte die Feuerwehr mit.

Parallel starteten die Einsatzkräfte mit der Löschung des Feuers, wozu sie mehrere Trupps einsetzten. Auch Maßnahmen zur Entrauchung des Treppenhauses wurden eingeleitet.

Mehrfamilienhaus derzeit unbewohnbar

Großaufgebot: Über 120 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren bei dem Brand in Neuss vor Ort.
Großaufgebot: Über 120 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren bei dem Brand in Neuss vor Ort.  © Patrick Schüller

Wie die Feuerwehr angibt, gestalteten sich die Löscharbeiten aufwendig, da immer wieder neue Glutnester entstanden. Eine Ausbreitung des Kellerbrands konnte durch die Einsatzkräfte aber verhindert werden. 

Die Feuerwehr bat die 50 Bewohner, die sich noch im Gebäude befanden, zunächst in ihren Wohnungen zu bleiben. 

Da sich der Rauch aber im gesamten Gebäude verteilte, entschieden die Kameraden schließlich, alle Personen zu evakuieren. Ein Großaufgebot der Rettungssanitäter kümmerte sich um die Menschen.

Wegen der massiven Rauchbelastung und weil das Haus von der Strom- und Gasversorgung getrennt wurde, ist es derzeit nicht bewohnbar. Die weitere Unterbringung der Menschen übernehme das Sozialamt, teilte die Feuerwehr mit. 

Die Brandursache ist derzeit noch nicht geklärt, die Polizei hat dazu die Ermittlungen aufgenommen. Die Höhe des Schadens lässt sich offenbar zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bestimmen. 

Update, 16.42 Uhr: Zweiter Brand innerhalb weniger Tage im selben Haus

Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, handelt es sich bereits um den zweiten Brand innerhalb weniger Tage im selben Mehrfamilienhaus.

Schon am vergangenen Freitag sei nachmittags die Feuerwehr angerückt, weil aus dem Keller dunkle Rauchschwaden drangen. Bei dem Vorfall wurde allerdings niemand schwer verletzt.

Für die Polizei verstärkt sich damit der Verdacht der Brandstiftung. Die Ermittler haben am heutigen Vormittag den Tatort auf Spuren untersucht.

Titelfoto: Patrick Schüller

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