Kleinkind (3) schließt sich in Schrott-Auto ein und legt Brand: Zustand kritisch!

Lustenau (Österreich) - Am Dienstag kam es im österreichischen Bundesland Vorarlberg zu einem dramatischen Rettungseinsatz für Polizei und Feuerwehr.

In diesem Schrott-Toyota zündelte der 3-Jährige.
In diesem Schrott-Toyota zündelte der 3-Jährige.  © Freiwillige Feuerwehr Lustenau

Wie die Landespolizeidirektion mitteilte, wurde ein Streifenwagen gegen 16.10 Uhr im Lustenauer Westen von mehreren Passanten angehalten. Nur wenige Momente später kam einem Vater (38) mit seinem scheinbar bewusstlosen Kleinkind (3) zu den Polizisten.

Doch rasch stellte sich die Lage als viel heikler dar: Denn die Beamten des Streifenwagens bemerkten, dass der Junge nicht mehr atmet. Sofort leitete ein Polizist Reanimations-Maßnahmen ein.

Ihm gelang es, eine zunächst unregelmäßige Atmung wiederherzustellen. In der Zwischenzeit alarmierte sein Kollege den Rettungsdienst an den Ort des Geschehens.

Der Dreijährige schaffte es zunehmend, selbstständig zu atmen.

Kind kokelte im geparkten Fahrzeug

Die Feuerwehrleute bauten einen Sichtschutz auf, um den Jungen ungestört behandeln zu können.
Die Feuerwehrleute bauten einen Sichtschutz auf, um den Jungen ungestört behandeln zu können.  © Freiwillige Feuerwehr Lustenau

Indes erklärte der Vater, dass der Junge in einem im Garten abgestellten Auto spielte, das nicht zugelassen ist.

Das Kind soll dabei die Türen und Fenster verschlossen haben und womöglich im Wagen ein Feuerzeug gefunden haben.

Beim Hantieren damit steckte er wohl aus Versehen einen der Stoffsitze in Brand, der sogleich ordentlich rauchte. Doch all der Qualm konnte nicht abziehen.

Nach einiger Zeit bemerkte der 38-Jährige, dass sich sein Kind in dem nun völlig zugeräucherten Auto befand. Wie lange der Dreijährige insgesamt darin gefangen war, ist unklar.

Der Mann holte es sofort aus dem Schrott-Auto und rannte auf die Straße, wo just in diesem Moment die Lebensretter vorbeifuhren.

Die Polizeibeamten alarmierten aufgrund der neuen Informationen noch drei Feuerwehr-Löschzüge nach.

Die Besatzung dieses Streifenwagens rettete dem Kind das Leben.
Die Besatzung dieses Streifenwagens rettete dem Kind das Leben.  © Freiwillige Feuerwehr Lustenau

20 Kameraden der örtlichen Feuerwehr löschten den brennenden Toyota und bauten einen Sichtschutz auf, damit die Retter das Kind ungestört erstversorgen konnten. Der Dreijährige Junge wurde anschließend mit einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht. 

Er liegt nun mit einem kritischen Zustand auf der Kinderintensivstation.

Titelfoto: Freiwillige Feuerwehr Lustenau

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