Mann (19) treibt leblos in der Elbe: Verhalten von Badegästen sorgt für Kopfschütteln

Hamburg - Am Samstag hat es am Falkensteiner Ufer in Hamburg-Blankenese einen dramatischen Badeunfall gegeben.

Die Rettungskräfte schafften es zunächst nicht zum Einsatzort.
Die Rettungskräfte schafften es zunächst nicht zum Einsatzort.  © Jonas Walzberg/dpa

Die Feuerwehr wurde am Nachmittag darüber informiert, dass eine männliche Person in der Elbe untergegangen sein sollte. 

Die anrückenden Kräfte hatten aber zunächst mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen. Denn die Anfahrt zum Rissener Ufer wurde aufgrund diverser Falschparker erheblich erschwert.

 "Die Helfer hatten große Schwierigkeiten, überhaupt zum Einsatzort zu gelangen", teilte die Feuerwehr später mit. Eine zeitgerechte Rettung von der Landseite wäre nur mit einer erheblichen zeitlichen Verzögerung möglich gewesen, hieß es weiter. 

Zum Glück konnte ein Kleinboot der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) den 19-Jährigen derweil aus dem Wasser retten.

Aufgrund eines medizinischen Notfalls hatte der junge Mann mit dem Gesicht nach unten im Wasser getrieben. 

Der 19-Jährige wurde am Ufer notärztlich versorgt und musste später mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Doch auch bei der Abfahrt habe es erneut Probleme mit falsch abgestellten Fahrzeugen gegeben, so die Feuerwehr. Auch der Transport des Patienten verzögerte sich. 

Kinder spielen in der Elbe am Falkensteiner Ufer.
Kinder spielen in der Elbe am Falkensteiner Ufer.  © Georg Wendt/dpa

Nicht der einzige Fall an diesem Wochenende

Die Feuerwehr appelliert nach diesem Vorfall noch einmal eindringlich an alle Badegäste, unbedingt auf die Freihaltung von Rettungswegen zu achten. Falschparken gefährdet Menschenleben!

Erst vor wenigen Tagen hatte die Feuerwehr in Bremen bereits mit einem ganz ähnlichen Problem zu kämpfen gehabt. Am Mahndorfer See wurde die Rettung eines 65-jährigen Badegastes verzögert, weil Rettungskräfte auch hier zunächst nicht an den falsch geparkten Fahrzeugen vorkommen konnten (TAG24 berichtete).

Dieser Fall ging nicht so glimpflich aus, wie der Badeunfall in Hamburg. Der 65-Jährige verstarb noch am Unfallort, für ihn kam die Hilfe zu spät.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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