Mehrmals in Wohnhaus gezündelt: Polizei nimmt Freiberger Feuerteufel (29) fest!

Freiberg - Er zündelte unzählige Male in einem Mehrfamilienhaus in Freiberg, setzte damit das Leben etlicher Bewohner aufs Spiel. Nun konnte die Polizei ihn endlich schnappen: den Feuerteufel (29) von Freiberg!

Im Mai 2021 brannte es in einem Mehrfamilienhaus in der Maxim-Gorki-Straße in Freiberg. Gegen den Brandstifter wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen.
Im Mai 2021 brannte es in einem Mehrfamilienhaus in der Maxim-Gorki-Straße in Freiberg. Gegen den Brandstifter wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen.  © Marcel Schlenkrich

Seit November 2020 musste die Feuerwehr regelmäßig zu einem Wohnhaus in der Maxim-Gorki-Straße ausrücken. Immer wieder brannte es - vorerst im Keller des Hauses. Elektrische Anlagen wurden abgefackelt, verletzt wurde zunächst niemand.

Seit dem 12. Dezember 2020 blieb es dann für einige Zeit ruhig − bis zum 28. Februar 2021. An diesem Tag wurde wieder versucht, Feuer im Keller des Hauses zu legen. Auch in diesem Fall wurde niemand verletzt.

Am 2. Mai folgte der traurige Höhepunkt!

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Im Treppenhaus wurden mehrere Gegenstände angezündet. Drei Bewohner, eine Frau (46) und zwei Männer (55, 60), wurden dabei mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Es entstand ein Sachschaden von etwa 20.000 Euro.

Die Polizei konnte anschließend einen Tatverdächtigen feststellen, einen 29-jährigen Bewohner des Hauses. "Gegen ihn ließ sich der dringende Tatverdacht erhärten, sodass die Staatsanwaltschaft Chemnitz am 13. Juli seine Festnahme und die Durchsuchung seiner Wohnung veranlasste", so ein Polizeisprecher.

Anschließend klickten die Handschellen - der Mann wurde vernommen!

Irre Aussage bei der Polizei: Feuerteufel wollte Anerkennung in der Hausgemeinschaft!

Irre: Auf die Frage nach seinem Motiv, entgegnete der Mann, dass er durch die Brandlegungen Anerkennung in der Hausgemeinschaft gesucht hatte. Verletzen wollte der 29-Jährige offenbar niemanden - er habe unmittelbar nach dem Zündeln die Bewohner gewarnt und in Sicherheit gebracht.

Doch dieser "gute Willen" brachte dem Feuerteufel nichts. Am Amtsgericht wurde letztlich Haftbefehl gegen den 29-Jährigen wegen schwerer Brandstiftung erlassen, wobei der Haftbefehl unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde.

Titelfoto: Marcel Schlenkrich

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