Wohnung in Flammen, 18 Menschen und ein Hund gerettet: Brandursache geklärt

Monheim/Rhein – Bei einem Wohnungsbrand in Monheim am Rhein sind am Samstag insgesamt 18 Personen gerettet worden, darunter mehrere Kleinkinder. Auch ein Hund wurde über die Drehleiter der Feuerwehr in Sicherheit gebracht.

Auf der Gebäuderückseite stand eine Wohnung in Vollbrand. Die Flammen drohten, auf die nächste Etage überzugreifen.
Auf der Gebäuderückseite stand eine Wohnung in Vollbrand. Die Flammen drohten, auf die nächste Etage überzugreifen.  © Patrick Schüller

Eine Person musste verletzt ins Krankenhaus gebracht werden, wie die Feuerwehr mitteilte.

Die Rettungskräfte waren gegen 23 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus an der Friedenauer Straße gerufen worden. Als sie eintrafen, hätten bereits mehrere Personen von Fenstern und Balkonen aus um Hilfe gerufen.

Eine Wohnung stand in Vollbrand, die Flammen drohten laut Feuerwehr auf die nächste Etage überzugreifen. Die Lage sei "äußerst dramatisch und sehr dynamisch" gewesen, sagte ein Feuerwehrsprecher.

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Die Retter bauten Sprungpolster neben dem Gebäude auf, weil der Verdacht bestand, dass Personen in die Tiefe springen könnten. Anrufer hätten gemeldet, dass sie vom Brandgeruch in ihren Wohnungen eingeschlossen waren.

16 Menschen und der Hund wurden über die Drehleiter gerettet, zwei Personen gelangten durch das Treppenhaus ins Freie.

Die Feuerwehr hat 16 Menschen und einen Hund über die Drehleiter aus dem brennenden Mehrfamilienhaus gerettet. Zwei weitere Personen konnten durch das Treppenhaus entkommen.
Die Feuerwehr hat 16 Menschen und einen Hund über die Drehleiter aus dem brennenden Mehrfamilienhaus gerettet. Zwei weitere Personen konnten durch das Treppenhaus entkommen.  © Patrick Schüller

Mehrere Wohnungen wurden so stark beschädigt, dass sie zurzeit unbewohnbar sind. Die Bewohner kamen bei Bekannten oder in einem nahe gelegenen Hotel unter. Die Brandursache ist bislang nicht bekannt, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Update, 6. Juli, 15.45 Uhr: Brandursache bekannt

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, steht nun die Ursache für das Feuer fest. Demnach wurde das Feuer in dem Mehrparteienhaus durch einen technischen Defekt an einem Elektrogerät in einer Wohnung ausgelöst. Im Nachhinein sei nicht mehr feststellbar, um welches Gerät genau es sich gehandelt habe.

Der entstandene Sachschaden wird auf 300.000 bis 400.000 Euro geschätzt. Neben der komplett ausgebrannten Wohnung im zweiten Obergeschoss sind laut Polizei auch die darüber liegenden Wohnungen derzeit unbewohnbar.

Titelfoto: Patrick Schüller

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