Neun Menschen gerettet, darunter ein Baby: Explosion in Wohnhaus durch Gasflasche ausgelöst

Wuppertal - Eine wuchtige Explosion hat ein Mehrfamilienhaus in Wuppertal am Dienstag unbewohnbar gemacht.

Die Feuerwehr rückte mit zahlreichen Kameraden an und sicherte das Haus.
Die Feuerwehr rückte mit zahlreichen Kameraden an und sicherte das Haus.  © Tim Oelbermann

Die Explosion schallte gegen 15 Uhr durch Wuppertal. An dem Haus der Heckinghauser Straße barsten die Fenster, flogen Glassplitter auf die Straße.

Kurz nach der Explosion brach ein Brand in dem Haus aus, wie die Polizei berichtete.

Kameraden der Feuerwehr und die Polizei rückten an und evakuierten das Gebäude.

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Neun Bewohner wurden medizinisch untersucht. Drei Verletzte kamen ins Krankenhaus.

Nach ersten Angaben ist das Haus vorerst unbewohnbar.

Die Ursache für die Explosion ist noch unbekannt, die Ermittler nahmen aber vor Ort die Spurenlage auf.

Während der Lösch- und Aufräumarbeiten musste die Einsatzstelle komplett für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr gesperrt werden.

Update, 18.15 Uhr: Säugling bei Explosion gerettet

Unter den Geretteten ist auch ein Säugling, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Rettungskräfte waren von mehreren Anrufern alarmiert worden, die zunächst eine Explosion in dem fünfgeschossigen Haus gehört hatten.

Als die Feuerwehr zur Brandstelle kam, stand eine Wohnung im ersten Stock voll in Flammen.

Drei Menschen wurden mit einer Drehleiter aus den oberen Etagen gerettet.

Auch eine Katze konnte von den Feuerwehrleuten in Sicherheit gebracht werden.

Update, 16. Juni, 16.33 Uhr: 35-Jähriger vermutlich schuld an Explosion

Die Explosion in einem Wuppertaler Mehrfamilienhaus ist nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei fahrlässig herbeigeführt worden. Ein 35 Jahre alter Bewohner dürfte die Explosion durch einen unsachgemäßen Umgang mit einer handelsüblichen Elf-Kilogramm-Gasflasche ausgelöst haben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mit.

Die Wohnung des 35-Jährigen und die Nachbarwohnung sind aufgrund der großen Zerstörungen nicht mehr bewohnbar.

Titelfoto: Tim Oelbermann

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