Rätselhafter Gasunfall in Eltville: Elf Menschen verletzt

Eltville - Elf Personen wurden verletzt, darunter neun Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. In Eltville im hessischen Rheingau kam es am gestrigen Mittwoch zu einem Gasunfall, der den zuständigen Kreisbrandmeister vor ein Rätsel stellt.

Mehrere Verletzte bei einem ominösen Gasunfall in Eltville: Die Feuerwehr war mit zahlreichen Kräften vor Ort. (Symbolbild)
Mehrere Verletzte bei einem ominösen Gasunfall in Eltville: Die Feuerwehr war mit zahlreichen Kräften vor Ort. (Symbolbild)  © David Inderlied/dpa

Der Vorfall ereignete sich gegen 15.15 Uhr, wie Michael Ehresmann, der Kreisbrandmeister des Rheingau-Taunus-Kreises mitteilte.

Demnach war zunächst der Rettungsdienst zu einem Wohnhaus in Eltville ausgerückt, rief dann aber die Feuerwehr hinzu, da die Sanitäter "Tragehilfe bei einem medizinischen Notfall" benötigten.

Während sie mit den Rettungsmaßnahmen in einer Wohnung beschäftigt waren, brach bei einem Bewohner sowie bei allen beteiligten Einsatzkräften Übelkeit aus.

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Der Verdacht eines Gasunfalls stand im Raum. Die Feuerwehr reagierte prompt, räumte das komplette Gebäude und rief weitere Kräfte hinzu.

Was jedoch rätselhaft anmutete: "Die mitgeführten Mess- und Warngeräte zeigte keine Anhaltspunkte für einen Gasaustritt an", erklärte der Kreisbrandmeister.

Dennoch muss Gas in der Luft gewesen sein: Insgesamt klagten 19 Personen über Symptome.

Zwei Hausbewohner und ein Angehöriger des Rettungsdienstes mittelschwer verletzt

Die beiden Hausbewohner, aufgrund derer der Rettungsdienst zunächst ausgerückt war, erlitten mittelschwere Verletzungen, ebenso ein Angehöriger des Rettungsdienstes. "Zwei weitere Rettungsdienst-Mitarbeiter sowie sechs Feuerwehrleute wurde leicht verletzt", ergänzte Michael Ehresmann.

Eine Ursache für den Vorfall konnte bis zum Abend nicht festgestellt werden. Auch ein Schornsteinfeger sowie der zuständige Gasversorger fanden keine Anhaltspunkte.

Es wird daher lediglich vermutet, dass in dem Raum, in welchem der Einsatz stattfand, offenbar eine Gasansammlung in der Luft vorlag, die dann durch das Öffnen der Fenster am Beginn des Einsatzes verflog und daher später nicht mehr messbar war.

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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