Schmorender Holundertopf: Nachbar rettete Wohnung in Tauchausrüstung

Hoyerswerda - Was unter Wasser hilft, ist auch beim Qualm nicht schlecht: Das dachte sich ein Hobbytaucher und verhinderte damit eine Katastrophe im sächsischen Hoyerswerda. Seine Nachbarin kann ihr Glück kaum fassen.

Der Kochtopf dürfte hinüber sein, die Wohnung jedoch nicht.
Der Kochtopf dürfte hinüber sein, die Wohnung jedoch nicht.  © Polizeidirektion Görlitz

"Ich wollte Holunderblütensirup kochen", so Nachbarin Anita J. (54)*. 

"Zwei Kilo Zucker und drei Liter Wasser standen auf dem Herd, dann hat meine Tochter geklingelt und wir sind zusammen in den Garten gefahren" - und haben dabei den angeschalteten Herd vergessen...

Als kurz darauf ihr Nachbar (54) nach Hause kam, dachte dieser erst, jemand würde grillen. Dann sah er, dass das Haus völlig verqualmt war. 

Weil er Anita J. hilflos in der Wohnung vermutete, stürmte er hinein, doch wegen des beißenden Rauchs gleich wieder heraus. 

Den zweiten Versuch startete er mit seinem Tauchautomaten. Im Haus konnte der "Tauchretter" den schmorenden Holundertopf vom Herd reisen - im letzten Moment. 

Daneben standen Plastikschüsseln - wenn die Feuer gefangen hätten...

Feuerwehr hatte nicht viel zu tun

Als dann die Feuerwehr kam, war die Gefahr schon gebannt, Schaden abgewehrt. 

Holunderköchin Anita J.: "Es riecht nur noch ein bisschen, aber ich stehe immer noch unter Schock." 

Zum Retter: "Ich möchte mich recht herzlich bedanken."

*(Name geändert)

Titelfoto: Polizeidirektion Görlitz

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